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Manuel Stocker entschied den 3. Grand Prix in Wiedlisbach deutlich für sich

Nach seinem Erfolg am Freitagabend im Nachtkriterium in Payerne feierte der Aargauer Manuel Stocker am dritten GP Wiedlisbach seinen zweiten Tagessieg des Wochenendes.

Erst anderthalb Runden vor Rennschluss lancierten der 21-jährige Boswiler und der Waadtländer Lars Schnyder (Bavois) den entscheidenden Vorstoss. In seinem dritten Rennen innert dreier Tage verliessen den Romand allerdings die Kräfte. Obwohl er abreissen und sich einholen lassen musste, wurde der 19-Jährige Dritter.

«Ich musste einfach zufahren und zog es durch», erklärte Stocker seine Zeitreserve von einer Minute. Der Tagessieger, der nach der siebten von zehn Runden hinter dem Franzosen Emanuel Bonnot erstmals an der Spitze auftauchte, bezeichnete den Rennverlauf als nervös. «Ich versuchte, das Feld kleiner zu machen», beschrieb Stocker seine Motivation. Die Steigung zum Schützenhaus verlangte ständige Präsenz. «Man musste aufpassen, den Anschluss nicht zu verpassen, besonders, weil man anschliessend den Gegenwind stark spürte», erklärte Stocker.

Dass dem Aargauer die Flucht glückte, ist auch dem Verhalten des Feldes zuzuschreiben. «Nachdem Stocker und Schnyder vorne wegfuhren, versuchte ich nachzufahren und Harmonie ins Feld zu bringen, aber es hatte niemand Lust, mich zu unterstützen», bedauerte der 18-jährige Zweitklassierte und Spurtsieger der 21-köpfigen Verfolgergruppe, Stefan Küng (Wilen TG), nach 128 km.

Dreier-Spurt bei der Frauen-Elite

Der einzige Regionale, der Wolfwiler Sascha von Arx, wurde als 36. von 62 Gestarteten mit knapp einer Viertelstunde Rückstand klassiert.

Nach anspruchsvollen sieben Runden mit 89,6 Rennkilometern musste sich die Hägendorferin Doris Schweizer im Dreier-Spurt der Frauen-Elite-Fahrerinnen den beiden Thurgauerinnen Andrea Wolfer (Weingarten) und Patricia Schwager (Iffwil) beugen.

Die Solothurnerin zog nach einer Tempo-Verschärfung den Spurt früh an, was die Sulzerin Sandra Weiss einen Podestplatz kostete. Doch Wolfer mit Schwager am Hinterrad reagierte und überholte die, nicht als starke Sprinterin bekannte, Schweizer. Der 23-Jährigen verblieb nur der dritte Rang auf dem welligen, mit vielen Kurven und Richtungsänderungen gespickten Rundkurs.

Zu schaffen machte auch den Fahrerinnen der Gegenwind im Schlussteil, sodass sie nach zwei zügigen ersten Runden zusammenblieben. «Wir haben gemerkt, dass es auf diesem selektiven Parcours nichts bringt, wegzufahren», sagte Andrea Wolfer.

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