Keine Ausnahme
Die 1. Liga wird zurückgepfiffen – FC Baden und FC Wohlen müssen weiter warten

Gross war die Freude, als die Aargauer 1. Liga-Vertreter in der vergangenen Woche vom Verband die Mitteilung erhielten, dass ab
1. März der normale Trainings- und Spielbetrieb wieder aufgenommen werden darf. Nun entpuppt sich diese Information als Falschmeldung.

Philipp Kolb
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Bis es zum nächsten Derby zwischen dem FC Baden und dem FC Wohlen kommt, dauert es länger als erhofft.

Bis es zum nächsten Derby zwischen dem FC Baden und dem FC Wohlen kommt, dauert es länger als erhofft.

Dani Mercier / Aargauer Zeitung

Die Freude bei den Erstligafussballern rund um den FC Baden und den FC Wohlen war gross, als das Komitee der Ersten Liga vergangene Woche verkündete, dass die Vereine ab 1. März wieder normal trainieren und auch wettbewerbsmässig spielen dürfen.

Die Idee war einfach: Der Verband wollte für die Vereine der 1. Liga den Status halbprofessionell erreichen und war sich seiner Sache wohl zu ­sicher. Das Versprechen, dass der Spiel- und Trainingsbetrieb aufgenommen werden kann, muss jetzt zurückgenommen werden.

Zumindest für die 1. Liga. Denn nur die Promotion League wurde als halbprofessionell eingestuft. Am Donnerstag wurden die Vereine informiert, und am Freitag soll der Entscheid offiziell kommuniziert werden.

Training in 15er-Gruppen und ohne Körperkontakt

Eine Expertengruppe, der unter anderen Vertreter des Bundesamts für Sport und von Swiss Olympic angehören, machte der Ersten Liga einen Strich durch die Rechnung, da die 1. Liga als Amateurliga eingestuft wurde.

Das Komitee der Ersten Liga zeigt sich in einem Schreiben an alle Vereine, das der AZ vorliegt, enttäuscht: «Obwohl wir uns für die Erste Liga als Ganzes (Promotion League und 1. Liga) starkgemacht haben, findet im Moment nur die Promotion League Aufnahme auf der Liste der ­semiprofessionellen Ligen. Es ist davon auszugehen, dass die Kantone, welche die Verordnung des Bundes vollziehen, die angesprochene Empfehlung 1:1 anwenden werden, das heisst die 1.-Liga-Vereine werden bis auf weiteres nicht regulär trainieren und erst recht nicht spielen ­können. Es wird daher für diese Vereine nur erlaubt sein, in 15er-Gruppen ohne Körperkontakt zu trainieren.»

Im Frauenfussball darf hingegen bis zur 1. Liga gespielt und normal trainiert werden. Dies, weil es bei den Frauen die Stufe Promotion League nicht gibt und damit die 1. Liga die dritthöchste Spielklasse ist.