Leichtathletik
Jan Hochstrasser bricht auf der letzten Runde ein

Das EM-Abenteuer in Zürich war für Jan Hochstrasser nur von kurzer Dauer. Der 25-jährige Safenwiler verpasste am Freitagnachmittag als 11. im zweiten Vorlauf über 1500 Meter den Einzug in den Final vom Sonntag relativ deutlich.

Pascal Kamber
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Jan Hochstrasser an der Leichtathletik-EM in Zürich.

Jan Hochstrasser an der Leichtathletik-EM in Zürich.

KEYSTONE

Mit seiner Zeit von 3:43,89 Minuten fehlten Jan Hochstrasser rund vier Sekunden, um sich für die Medaillen-Entscheidung zu qualifizieren. Der eigentliche 800-Meter-Spezialist des BTV Aarau konnte seine Enttäuschung trotzdem nicht verbergen, denn die Final-Qualifikation war kein Ding der Unmöglichkeit. Ein Resultat im Bereich seiner persönlichen Bestzeit von 3:39,54 Minuten hätte bereits gereicht, um sich am Sonntagnachmittag einen Startplatz zu sichern.

Hochstrassers Frust sitzt tief

Entsprechend tief sass der Frust bei Jan Hochstrasser, im entscheidenden Moment nicht die bestmögliche Leistung abgerufen zu haben. «Mit dem Ausscheiden kann ich leben. Ich bin einfach enttäuscht darüber, weil ich den Zuschauern nicht zeigen konnte, zu was ich fähig bin», erklärte Hochstrasser.

Dabei deutete zu Beginn des Rennens nicht viel auf einen negativen Ausgang hin. Der einzige Schweizer EM-Starter über 1500 Meter reihte sich unmittelbar nach dem Startschuss auf Platz zwei ein und konnte anschliessend das Tempo bis zur 1000-Meter-Marke problemlos halten.

Auf Schlussrunde durchgereicht

Erst auf der Schlussrunde ging Jan Hochstrasser die Puste aus, während seine Konkurrenten zulegten und ihn nach hinten durchreichten. «Ich wollte mir nach dem Start im Feld eine gute Position sichern, vorne mitlaufen und am Ende aufdrehen», erklärte Jan Hochstrasser seine – abgesehen von den letzten Metern – erfolgreiche Taktik.

Warum es auf der Schlussrunde zum Leistungseinbruch kam, war für ihn so kurz nach dem Lauf allerdings ein Rätsel. «Irgendwie wollten meine Beine und der Kopf nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber es ist schwierig zu sagen, ob es an den Beinen oder an der Tagesform lag», sagte Hochstrasser und fügte hinzu: «In solchen Situationen ist man machtlos.»

Ausschliesslich mit schlechten Erinnerungen hat Jan Hochstrasser das Stadion Letzigrund indes nicht verlassen. «Die Stimmung beim Einlauf, als mein Name ausgerufen wurde, war genial», sagte er. Diese Episode sei angesichts des Wettkampfverlaufs jedoch nur ein kleines Trostpflaster.

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