Fussball 1. Liga
Endlich wieder Tore und der erste Heimsieg für den FC Solothurn

Aufatmen beim FC Solothurn: Im letzten Spiel in diesem Jahr setzen sich die Solothurner gegen den SC Buochs mit 4:2 durch und behaupten den Platz über dem Strich. Loic Chatton trifft in der ersten Hälfte doppelt, nach der Pause sichern Fabio Bruni und Jano Loosli dem FCS mit ihren Toren den Sieg.

Pius Rüegger
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Nach den Niederlagen gegen Langenthal und Höngg endet Ronald Vetters Engagement bei der ersten Mannschaft siegreich.

Nach den Niederlagen gegen Langenthal und Höngg endet Ronald Vetters Engagement bei der ersten Mannschaft siegreich.

Morris Lüthi

Die Erleichterung beim FC Solothurn über diesen verdienten 4:2-Sieg gegen ein ebenfalls kämpferisches wie engagiertes Buochs war im Stadion förmlich spürbar. Dieser erste Saisonheimdreier fiel den Rotweissen nicht in den Schoss. «Heute zählte einzig ein Sieg, wir kamen zu sehr guten Chancen, brauchen aber immer noch zu viele für ein Tor», freute sich Interimstrainer Ronald Vetter, sein Einspringen nach zwei Niederlagen doch noch siegreich beenden zu können.

Die Partie begann mit einem Déjà-vu für die Gastgeber. Mit der Umstellung auf eine Dreier-Abwehr, ein Fünfer-Mittelfeld und einer Doppelspitze praktizierten sie druckvollen Offensiv-Fussball. In den ersten neun Minuten holten sie vier Eckbälle heraus.

Mit massierter Defensivarbeit begegnete Buochs diesen Angriffswellen und konnte den Druck nach zehn Minuten eindämmen. Und mit dem erstem Torschuss waren die Gäste erfolgreich. Christoph Frank schloss freistehend zur Führung ab (14.). «Wieder der erste Schuss, vor dem wir wieder nicht entschlossen eingriffen, führte zu diesem nicht zwingenden Gegentreffer», musste Vetter konstatieren.

Der SC Buochs blieb dran, setzte nach, nützte den Resultatvorteil feldmässig um. Doch diesmal gelang es den Solothurnern zu reagieren. Im Nachgang zum zweiten Buochser Eckball konnte Fabio Bruni seinen Sturmpartner Loic Chatton in die Tiefe lancieren. Der Captain enteilte seinem Gegenspieler. Diese blitzschnelle Aktion krönte der 30-Jährige mit dem Ausgleich (29.).

Der Bann war gebrochen. Drei Minuten später doppelte der Solothurner Topskorer nach. Der erstmaligen Führung nach Rückstand ging ein Doppelpass mit Aussenläufer Fabian Kohler voraus (32.). Die Zentralschweizer trotzten dem Chancenplus der Platzherren. Ihr dritter Eckball zog den Ausgleichstreffer zum 2:2-Pausenstand nach. Innenverteidiger Leonard Ukaj verwertete das Zuspiel von Fabian Rüedi von links knapp am linken Torpfosten (43.). «Es ist kein Schönheitsfehler, den Ball mal wegzuschlagen», haderte der Vetter.

Fabio Bruni mit Siegtreffer per Kopf nach Eckball

Resolut gingen die Solothurner die zweite Hälfte an. Sie drängten vehement auf den dritten Treffer. Sie dokumentierten ihre Überlegenheit mit dem siebten Eckball. Getreten von Robin Huser von links, versenkte ihn Bruni ungedeckt beim zweiten Pfosten mit dem Kopf zum 3:2 (57.). Buochs konnte sich nur noch selten vorarbeiten. Mit der Ersetzung des Doppelpackers Chatton durch Enis Musai (63.) stellte Vetter auf Viererkette mit Bruni als einziger Sturmspitze um. «Dies war eine Vorsichtsmassnahme, damit Buochs weniger Raum für seine nicht ungefährlichen Konter erhält», begründete Trainer Vetter den Systemwechsel.

Er bereitete damit den vierten und matchentscheidenden Treffer vor. Marco Mathys bediente Jano Loosli ins Zentrum. Der 19-Jährige zog alleine auf Goalie Raphael Radtke zu und schloss flach ab (72.). Die Schlussviertelstunde blieb engagiert, animiert. Für ein unnötiges Techtelmechtel im Bereich der rechten Buochser Cornerflagge erhielten Musai und Munduki die gelbe Karte gezeigt (76.). Der Solothurner büsste zudem mit der Höchststrafe: Er musste eine Minute später Gräf nach nur 14 Spielminuten Platz machen. «Dieser Wechsel war taktisch bedingt, ich wollte nicht das Risiko einer gelbroten Karte eingehen. Es ging mir dabei um das Team, nicht ums Persönliche», erklärt Vetter.

Der 55-Jährige zieht für seine Interimszeit ein positives Fazit: «Es hat Spass gemacht, die Mannschaft gab Gas, kämpfte mit letztem Einsatz. Diese Bereitschaft führte zum guten Abschluss vor der Winterpause. Wo der Hebel für die Rückrunde anzusetzen ist, gilt es jetzt in Ruhe zu analysieren. Es braucht nicht unbedingt neue Spieler, die Qualität ist vorhanden.»

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