Im letzten Frühling sind mit dem TSV Frick und der SG Magden/Möhlin zwei Fricktaler Männerteams in die 1. Liga aufgestiegen. Nach der Qualifikation ziehen die beiden Trainer Bilanz.

Es war eine beeindruckende Aufstiegssaison, die der TSV Frick gezeigt hatte. 19 Spiele in Folge blieben die Fricker Handballer in der Qualifikation ungeschlagen, 16 davon konnten sie gewinnen. Und auch in den abschliessenden Aufstiegsspielen hatten sie nicht allzu viel Mühe bekundet. Damit kehrten sie nach zwei Jahren in der 2. Liga zurück in die dritthöchste Spielklasse des Landes. Dort wartet in dieser Saison nun die Bewährungsprobe auf die Fricker Handballer. Ohne sich namhaft zu verstärken, stürzten sie sich ins Abenteuer 1. Liga. «Wir wollten schauen, wo wir mit dem bestehenden Team in der 1. Liga stehen», sagt Trainer Bruno Stadelmann.

Zu viele Fehler

Und wie fällt das Fazit nach der Qualifikationsphase aus? In der Tabelle werden die Fricker auf Rang sechs geführt. Fünf Siege und zwei Unentschieden haben sie in den 14 Partien geholt. Damit haben sie die Qualifikation für die Finalrunde verpasst. «Ich bin nicht ganz zufrieden mit der Meisterschaft bisher, denn es wäre mehr dringelegen. Es ist aber auch keinesfalls schlecht, denn wir haben gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können», bilanziert Stadelmann.

Das Hauptproblem der Fricker: Sie machten zu viele Fehler. «Wir wussten, dass wir in dieser Saison auf einem konstant höheren Level spielen müssen als letzte Saison, ohne dass wir deswegen mehr Fehler begehen. Das ist uns leider nicht immer gelungen und so haben wir Punkte liegen gelassen», erklärt Stadelmann.

Sein Team muss deshalb nun in der Abstiegsrunde um den Verbleib in der 1. Liga kämpfen. Das wird keine leichte Aufgabe, aber eine, die durchaus im Bereich des Möglichen liegt. «Ich bin positiv gestimmt, dass wir das packen werden», so Stadelmann, der mit seinen Jungs im ersten Spiel heute in einer Woche gegen Romanshorn auswärts einen Sieg anpeilt. «Wenn wir mit einem Sieg starten könnten, wäre das enorm wichtig für das Selbstvertrauen.»

Grosse personelle Probleme

Bereits heute beginnt die Abstiegsrunde für das zweite Fricktaler Aufstiegsteam. Die SG Magden/Möhlin blickt bislang auf eine schwierige Meisterschaft zurück. Bloss fünf Punkte konnte sie in der Qualifikation gewinnen und klassierte sich damit punktgleich mit Kloten am Tabellenende. «Wir hatten grosse personelle Probleme», sagt Trainer Igor Djeric. «Es gab viele Absenzen wegen dem Militär und der Arbeit. Zudem hatten wir auch noch einige Verletzte und Spieler, die in der NLB-Mannschaft von Möhlin gebraucht wurden.»

Die Konsequenz davon war, dass Djeric in jedem der 14 bisher gespielten Meisterschaftspartien mit einer anderen Formation im Rückraum antreten musste. Und ein Spiel musste die SG Magden/Möhlin gar Forfait geben, weil nur fünf Feldspieler zur Verfügung standen. «Unter diesen Umständen war unsere Vorrunde eigentlich gar nicht so schlecht. Und wenn wir nun in der Abstiegsrunde regelmässig genügend Spieler im Training und an den Matches haben, dann bin ich absolut zuversichtlich, dass wir unser Saisonziel ‹Ligaerhalt› erreichen werden», so Djeric.