Ringen
Freiämter Ringer legen Konkurrenten aus Willisau auf die Matte

Die Freiämter Ringer holten gegen den Erzrivalen aus Willisau einen souveränen Sieg mit 26:12 Mannschaftspunkten. Dabei liebäugelten die Willisauer im Vorfeld mit einem Exploit gegen den NLA-Leader Freiamt. Doch auf der Matte geschah das Gegenteil.

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Olympia-Ringer Pascal Strebel zeigte auch gegen Willisau eine Top-Leistung.

Olympia-Ringer Pascal Strebel zeigte auch gegen Willisau eine Top-Leistung.

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Freiamt-Trainer Leutert runzelte vor dem Kampf die Stirn und prophezeite: «Das wird hart.» Damit lag er weit daneben. Seine jungen Ringer stellten die Luzerner Hinterländer jäh in den Senkel. In Willisau mochte sich kein einheimischer Zuschauer erinnern, dass der Rekordmeister bis zur Halbzeit je einmal punktelos geblieben wäre. Die entfesselten Freiämter Leichtgewichter Michael Bucher, Randy Vock und Christoph Küng legten ihren Gegner platt auf den Rücken. Schwergewichter Pascal Gurtner punktete seinen Widersacher aus. So bildete der Punktesieg von Sven Neyer vor der Pause den einzigen Makel in der Freiämter Bilanz. Leutert traute seinen Augen nicht und hielt den Pausenstand von 19:0 mit seiner Handykamera fest.

Freistil-Ringer Murer nicht in Form

Nach der Pause gelang Willisau Schadensbegrenzung. Die 17-jährigen Ersatzringer bei Freiamt in der 84-kg-Klasse schlugen sich wacker, besonders Roman Zurfluh. Ihm fehlte im Greco-Kampf lediglich etwas Gewicht für einen Schultersieg. Die einzige Freiämter Enttäuschung bescherte Thomas Murer. Weit weg von seiner Topform liess er sich in der zweiten Runde schultern. «Das darfs nicht geben», ärgerte sich Leutert.

Stattdessen brillierte im Kampf des Abends Freiamts Greco-Olympiaringer Pascal Strebel. Gegen Jonas Bossert zeigte er packenden Sport. Strebel machte seinen körperlichen Nachteil als angestammter 66-kg-Ringer mit Schlitzohrigkeit wett. In der ersten Runde konterte er Bosserts Zweierwertung. Danach war der Olympionike in der angeordneten Oberlage zum Angreifen gezwungen. Dabei provozierte er Bossert zu einer extremen Verteidigung, die er zu einem Übersteiger nützte. «Eine Superaktion», schwärmte Leutert.

«Was in den ersten fünf Kämpfen ablief, war eine Katastrophe», sagte Willisaus Trainer Bucheli. Er wirkte dank der Leistungssteigerung aber gefasst – trotz des 12:26-Tauchers. Sollte Willisau im Halbfinal auf Freiamt stossen, muss sich der Rekordmeister mehr einfallen lassen. (WR)