Fussball
Frauenteam des FC Aarau erhält Trainerduo für die Rückrunde

Zum Rückrundenstart steht ein neues, interimistisches Trainerduo an der Seitenlinie des FC Aarau: Der bisherige Assistent Mario Agostino und der Technische Leiter Andreas Zürcher übernehmen vorläufig.

Andreas Fretz
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Freigestellt: Aaraus Frauentrainer Christoph Gautschi. Boss/Archiv

Freigestellt: Aaraus Frauentrainer Christoph Gautschi. Boss/Archiv

Christian Boss

Vor dem Cup-Viertelfinal gegen den FC Zürich entschied die Aarauer Führungsriege, die per Ende Mai auslaufenden Verträge mit dem Trainerstab nicht zu erneuern. Es folgte die 1:11-Klatsche gegen den FCZ. Am vergangenen Dienstag, zwei Tage nach dem Cup-Aus, setzte man sich nochmals zusammen und entschied, die Zusammenarbeit mit Trainer Christoph Gautschi per sofort zu beenden. Soweit die Chronologie der Ereignisse, die rund um die Aarauer Frauenmannschaft «für einigen Gesprächsstoff sorgten», wie Andreas Thommen, Verantwortlicher Frauen, sagt.

Mit der sofortigen Freistellung Gautschis wollte man ein Zeichen, einen Schnitt setzen, sagt Thommen. Beim heutigen Rückrundenstart gegen Chênois stehen der bisherige Assistent Mario Agostino und der Technische Leiter Andreas Zürcher an der Seitenlinie. «Es handelt sich dabei um eine interimistische Lösung», betont Thommen.

Das sportliche Ziel verfehlt

Obwohl Aaraus Frauen auf Rang vier überwintert haben, dürften letztlich sportliche Gründe zur Trennung geführt haben. Letzte Saison verpasste Aarau den Aufstieg in die NLA um einen Punkt. Es flossen bittere Tränen der Enttäuschung. Zu Beginn der laufenden Saison strebte man den Aufstieg an.

Ein realistisches Ziel. Der Rückstand auf einen Platz in der Auf-/Abstiegsrunde beträgt nach 13 Runden allerdings bereits acht Punkte. «Das Team hat das Negativerlebnis der letzten Saison nie ganz aus den Köpfen gekriegt», sagt Thommen. Obwohl Gautschi mit einer Shopping-Tour in Freiburg (D) und einem Besuch im Europapark alles versuchte, um die Mädchen auf andere Gedanken zu bringen.

Warten auf den Wunschtrainer

In Zukunft wolle man den Frauenfussball in Aarau noch professioneller betreiben, sagt Thommen. Man arbeitet an einem neuen Konzept, will von den jüngsten Juniorinnen bis zur ersten Mannschaft eine einheitliche Philosophie verfolgen. Bei der Suche nach einem neuen Trainer will man sich nicht hetzen lassen. «Wenn unser Wunschkandidat erst zu Beginn der nächsten Saison zur Verfügung steht, dann warten wir eben solange», sagt Thommen.

Christoph Gautschi war in den letzten Tagen für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Nach dem Cup-Aus sagte er: «Ich hätte gerne mit diesem Team weitergearbeitet, akzeptiere aber den Entscheid des Vorstands.» Thommen betont, dass man sich immer noch in die Augen schauen könne, sagt aber auch, dass die Chemie zuletzt nicht mehr 100 Prozent gestimmt habe. Er glaubt, dass die Stimmung innerhalb des Teams jetzt besser sei und ist überzeugt, dass die Mädchen die Rückrunde nicht schleifen lassen.

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