Juniorenfussball

Endgültiger Bruch mit dem FC Wohlen - Burki sieht Talentschmiede Team Aargau trotzdem auf gutem Weg

Team-Aargau-Präsident Sandro Burki bedauert das Aus des FC Wohlen in der Juniorenkooperation

Team-Aargau-Präsident Sandro Burki bedauert das Aus des FC Wohlen in der Juniorenkooperation

Die Wiedereingliederung der Freiämter in die Juniorenkooperation ist gescheitert – die Gründe.

Im Jahr 2006 wurde für die bestmögliche Förderung der talentiertesten Juniorenfussballer im Kanton Aargau das Team Aargau gegründet, eine Partnerschaft der drei grössten kantonalen Fussballklubs Aarau, Baden und Wohlen. Trotz grösseren und kleineren Krisen zwischen den Exponenten der drei Vereine konnte das Konstrukt stets zusammengehalten werden – bis im Frühjahr 2019: Der FC Wohlen entschied sich, die Zusammenarbeit mit dem Team Aargau vorerst auszusetzen. Dank der grosszügigen Unterstützung des Aargauischen Fussballverbandes (AFV) werden bis Ende der laufenden Saison am Standort Wohlen dennoch 12 bis 14-Jährige Junioren auf Footeco-Stufe, also auf höchstem Niveau, ausgebildet.

Hinter den Kulissen fanden in den vergangenen Wochen Gespräche zwischen dem FC Wohlen und den Verantwortlichen des Team Aargau statt, mit dem Ziel, den 1.-Liga-Klub als festen Partner zurück ins Boot zu holen. Erfolglos. Ab der Saison 2020/21 wird Wohlen kein Footeco-Standort mehr sein, das Ende des Junioren-Spitzenfussballs beim FCW. Darüber und über die Konsequenzen werden die Wohlen-Verantwortlichen die Spieler, deren Eltern und Trainer der Footeco-Teams am Donnerstagabend an einem Infoabend im Stadion Niedermatten aufklären.

Im Einladungsschreiben, das der AZ vorliegt, nennt der FC Wohlen als Hauptgrund für die erfolglosen Gespräche mit dem Team Aargau, dass in wesentlichen Punkte keine Einigung erzielt werden konnte. Dem stimmt Sandro Burki, Sportchef des FC Aarau und Präsident des Team Aargau, zu: «Die Vorstellungen der Parteien in finanzieller und personeller Hinsicht sowie Fragen zur Infrastruktur liegen weit auseinander. In unseren Augen ist das Ende der Zusammenarbeit mit dem FC Wohlen somit endgültig. Wir bedauern diese Entwicklung, hätten wir doch gerne mit dem FC Wohlen als Standort des Aargauer Juniorenspitzenfussballs im Freiamt weitergearbeitet. Wir schauen uns nun nach anderen Standorten in dieser Region um, denn das Freiamt bleibt auch nach dem Ausscheiden des FC Wohlen eine wichtige Rekrutierungsquelle für das Team Aargau.» In Frage als neue Freiämter Footeco-Standorte kommen Muri und Villmergen.

Trotz des endgültigen Bruchs mit dem Gründungsmitglied FC Wohlen sieht Burki das Team Aargau auf gutem Weg. «Die Zusammenarbeit mit dem Departement für Bildung, Kultur und Sport sowie dem AFV ist ausgezeichnet. Bei uns melden sich zudem Vereine aus dem ganzen Kanton, die als Partner im Team Aargau einsteigen möchten.» So sind die Gespräche mit dem SC Zofingen als drittgrösste Kraft hinter dem FC Aarau und dem FC Baden weit fortgeschritten. Eine wichtige Entwicklung, denn das aargauische Wiggertal ist im Team Aargau noch nicht erschlossen. Neben Zofingen ist auch der FC Brugg ein Kandidat für die Mitgliedschaft im Team Aargau.

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