Kanu
Die besten Kanuten kämpfen in Baden um Medaillen

Am Wochenende treffen sich in Baden die Schweizer Kanuten zur Schweizer Meisterschaft im Wildwasser-Abfahrtssprint und bereits zum 32. Mal zum traditionellen Kanuslalom auf der Limmat.

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Topfavorit

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Keystone

Die Organisatoren, der Kanu Club Baden-Wettingen und die Fachkommission Slalom des Schweizerischen Kanuverbands, rechnen am Samstag mit gut 70 Einzelfahrern im Abfahrtssprint, mit Start um 10 Uhr. Der Abfahrtssprint wurde im Jahr 2009 erstmals auf der schnellen und im unteren Teil wuchtigen Schwallstrecke ausgetragen. Gestartet wird beim Mercier-Steg, das Ziel liegt beim Kraftwerk Oederlin.

Eine Angelegenheit für Mutige

Am Sonntagmorgen ab 10 Uhr werden rund 80 Einzelfahrer und am Sonntagnachmittag ab 15 Uhr etwa 15 Mannschaften die Schweizer Meisterschaft im Kanuslalom bestreiten. Der Slalomkurs mit voraussichtlich 20 Toren wird von Bernhard Wüthrich ausgesteckt und führt durch die mit grossen Steinblöcken gestaltete Strecke zwischen Römerbad und Kraftwerk Oederlin. Die Hindernisse im Flussbett ermöglichen bei dem erwarteten mittleren Wasserstand (ca. 100 m3/s) anspruchsvolle Torkombinationen und schnelle Aufwärtstore in den Rückwassern. Insbesondere von den jugendlichen Kanufahrerinnen und –fahrern fordert die Strecke einiges an Kraft und Mut.

Im Abfahrtssprint gilt es, die schnellste Fahrlinie im Flusslauf zu finden und die rund 400 m lange Wettkampfstrecke in möglichst kurzer Zeit zu durchfahren. Im Kanuslalom werden wie im Abfahrtssprint 2 Läufe gefahren, wobei nur der bessere Lauf gewertet wird. Im Slalom werden noch die Strafsekunden (Torstangenberührung 2, ausgelassenes oder in falscher Richtung befahrenes Slalomtor 50 Sekunden) zur Fahrzeit hinzugerechnet. Die besten Athletinnen und Athleten treten schliesslich noch zu einem Finallauf an. Die schnellsten Fahrzeiten werden im Slalom bei rund 2 Minuten, im Abfahrtssprint bei rund 1 Minute 20 Sekunden pro Lauf erwartet.

Mike Kurt und Sabine Eichenberger

Topfavoriten sind im Slalom der Altmeister Mike Kurt im Kajak, im Einercanadier der Bieler Simon Werro und bei den Damen die Baslerin Andrea Gratwohl. Im Abfahrtssprint werden Sabine Eichenberger aus Brugg, mehrfache Schweizermeisterin und Weltmeisterin sowie Gewinnerin des Abfahrt-Gesamtweltcups 2014, bei den Herren dem Nidwaldner Silvan Wyss die besten Siegeschancen zugerechnet.

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