Beachsoccer
Die ambitionierte Rückkehr der Aargauer Sandfussballer

Die Havana Shots Aargau wollen mit vielen Eigengewächsen ihre starke Vorsaison bestätigen. Obwohl sich der Verein keine Wundertransfers leisten kann, spielen die Shots in der höchsten Liga und versuchen den Grossen ein Bein zu stellen.

Fabian Sanginés
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Akrobatische Höhenflüge sollen auch diese Saison zu sehen sein. Hier Angi Wüest für die Havana Shots.

Akrobatische Höhenflüge sollen auch diese Saison zu sehen sein. Hier Angi Wüest für die Havana Shots.

Otto Lüscher

Während die Vorfreude auf die Fussball WM am Zuckerhut steigt, bringen die hiesigen Beachsoccer-Spieler das Copacabana-Feeling in die Schweiz. In Solothurn startet dieses Wochenende die höchste Spielklasse der Schweizer Strandfussballer.

Mit dabei sind auch die Havana Shots, als einziges Aargauer Team in der Suzuki Premier League. «Letzte Saison sind wir überraschenderweise Fünfter geworden. Diese Position möchten wir auch in der anstehenden Spielzeit bestätigen», wie Vizepräsident und Verteidiger Florian Strasser die Ziele der Shots formuliert. Einfacher wird es heuer mit Sicherheit nicht, erklärt Strasser: «Die Meisterschaft wurde von 14 auf 11 Mannschaften reduziert. Somit wird unsere Liga noch ausgeglichener. Dazu haben wir unseren Topskorer der Vorsaison, Noel Ott, an GC Beach verloren.» Um diesen Verlust zu kompensieren, fordert der Havana-Vizepräsident eine noch geschlossenere Mannschaftsleistung von seinen Kollegen.

Keine Wundertransfers möglich

Grosse Neuverpflichtungen konnten indes nicht getätigt werden, dafür fehlt den Shots das nötige Kleingeld. So müssen die Aargauer zusehen, wie beispielsweise die Chargers Baselland zwei Nationalspieler aus Trinidad und Tobago verpflichten oder für die Berner Sable Dancers die halbe Tahitische Nationalmannschaft – immerhin Vierter an der letzten Beachsoccer Weltmeisterschaft – aufläuft. «Unser Budget ist stark begrenzt, deshalb sind solche Wundertransfers für uns einfach unmöglich», so Strasser. Ohne Groll schiebt der 31-Jährige fairerweise nach: «Hätten wir aber so viel Geld wie GC, Bern oder Baselland würden wir sicher auch solche Spieler holen».

Ein Ausbildungsverein

So begnügen sich die Havana Shots damit, als hervorragender Ausbildungsverein zu gelten. Immer wieder wechseln Spieler zu den ganz grossen Teams der Liga, welche übrigens zu den besten drei Ligen der Welt gehört. Dass sich die Shots trotzdem immer wieder beachtlich schlagen, spricht für die professionelle Vereinsführung. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass neben GC Beach und den Chargers einzig die Aargauer eine U17-Mannschaft auf die Beine stellen konnten. Einfach gemacht wurde den Havana Shots aber auch das nicht. Der Nachwuchs bestreitet dieses Wochenende seine ersten beiden Spiele, also parallel zur Rasensaison. Nach einer langen Pause finden die nächsten Begegnungen erst Ende August statt – notabene pünktlich zum Meisterschaftsstart des Regionalfussballs.

Vier Punkte zum Start

Für die beiden Startspiele gegen den Mitfavoriten Chargers Baselland und Wundertüte Xamax gibt sich Strasser ambitioniert: «Mit vier Punkten wären wir sicherlich zufrieden» und schiebt sogleich nach: «Aber natürlich wären auch sechs Punkte sehr schön.»