Fourcross
Der Lokalmatador düpiert in Leibstadt den Rest der Fahrer

Simon Waldburger holte am MTB-Festival in Leibstadt drei Siege und einmal den zweiten Rang. Neben dem Schweizermeistertitel konnte er sich am Swiss Fourcross Cup durchsetzen. Ausserdem feierte er am Pumptrack Race einen Sieg.

Luca Muntwyler
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Simon Waldburger (l.) kann sich im Finale knapp vor Marco Muff durchsetzen und sichert sich den Titel.

Simon Waldburger (l.) kann sich im Finale knapp vor Marco Muff durchsetzen und sichert sich den Titel.

«Im letzten Heat steht der erfolgreichste Fahrer des Wochenendes», wurde der Hottwiler Fourcross-Crack Simon Waldburger vor dem Final der Schweizer Meisterschaften vom Speaker ausgerufen. Schon vor dem letzten Lauf des MTB-Festivals in Leibstadt war allen klar, wer der Abräumer des Events war.

Die Krone setzte sich der 20-Jährige dann im Schluss-Wettkampf auf. An den in Leibstadt ausgetragenen Schweizer Meisterschaften – daneben standen auf dem Programm auch die Euro Fourcross Series, der Swiss Fourcross Cup und das Pumptrack Race – sicherte sich Waldburger, der für den organisierenden Klub VC Leibstadt fährt, den Titel.

Ganz so souverän wie in der Qualifikation und wie im Halbfinale gegen Roger Keller und Mirco Weiss konnte sich der Lokalmatador im Finale aber nicht mehr durchsetzen. «In der letzten Kurve wurde es noch einmal sehr eng. Ich habe aber meine Linie gut verteidigt, und so hat es gereicht», erklärt der letztjährige Vize-Meister, der sich von Beginn weg an die Spitze gesetzt hatte und die Ziellinie vor Marco Muff, Mirco Weiss und Jan Kissling überquerte. Es ist der logische Sieger eines perfekten Rennens.

Der SM-Titel war dann der letzte Streich von Simon Waldburger. Zuvor konnte er sich aber bereits am Swiss Fourcross Cup sowie am Pumptrack Race gegen jegliche Konkurrenten durchsetzen. Lediglich im Rennen der Euro Fourcross Serie – wobei sich die besten Fourcross-Cracks von ganz Europa messen – musste sich der Lokalmatador mit Platz zwei begnügen. Nach einem eher schwachen Start kämpfte sich der 20-Jährige zwar zurück, bis ganz nach vorne reichte es dann aber nicht mehr ganz. Der einzige Bezwinger des Hottwilers in Leibstadt war der Österreichische Meister Hannes Slavik. Im Finale ebenfalls geschlagen geben mussten sich die beiden tschechischen Top-Athleten Michael Mechura und Milan Mysik.

«Das war alles in allem ein gutes Wochenende», erläutert der ausgepowerte Lokalmatador. Die Ziele seien bei weitem übertroffen. «Am letzten Wochenende schaffte ich es an einem Wettkampf in Tschechien zum ersten Mal überhaupt ins Halbfinale. Seit dann läuft es irgendwie», meint Waldburger. «Ich hatte keine technischen Defekte, das Material war gut und ich habe kaum Fehler gemacht», resümiert der 20-Jährige.

Nun stehen dann nach einer kurzen Regenerations- und Trainingsphase bereits weitere Highlights auf dem Programm von Waldburger. Mitte September findet noch ein Weltcup-Rennen statt, darauf folgt schon die WM in Österreich. «Wenn ich mich jetzt nicht mehr verletze, sollte eigentlich alles klappen», so der 20-Jährige. Und dass er gut in Form ist, hat der er nun eindrücklich gezeigt.