Handball

Der erste Gradmesser steht an – In den Dolomiten testet der HSC den Vorbereitungsstand

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau in der Finalrunde.

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau in der Finalrunde.

Der HSC Suhr Aarau bereitet sich am Alpe Adria Cup auf die Ende Januar beginnende NLA-Finalrunde vor. Die Turniergegner werden dem Club zeigen, wo das Team momentan schon steht.

Nach der Schlusssirene gab es in der Aarauer Schachenhalle kein Halten mehr: Spieler und Staff-Mitglieder lagen sich in den Armen und liessen sich von der überwiegenden Mehrheit der 1085 Zuschauer feiern. Der HSC Suhr Aarau hatte soeben zum zweiten Mal im zweiten Anlauf nach dem Aufstieg in die NLA den Sprung in die Finalrunde geschafft. 34 Tage ist das nun her.

Nach einer ausgiebigen Feier und einer Pause über den Jahreswechsel hat das Team von Trainer Misha Kaufmann vorletzte Woche das Training wieder aufgenommen.«Wir haben noch nicht so richtig in die Vorbereitung gefunden», sagt Kaufmann.

Der 33-Jährige musste in den vergangenen Tagenimmer wieder auf Spieler verzichten: Einige waren mit der Nationalmannschaft unterwegs, andere wurden von der Grippe flachgelegt und Martin Slaninka fehlte verletzt. «So konnten wir nie in Vollbestand trainieren, bisher kommen wir nur schleppend voran.»

Dementsprechend hinkt man beim HSC dem auf den Beginn der Finalrunde ausgerichteten Fahrplan etwas hinterher. «Natürlich sind wir noch nicht so weit wie erhofft.» Das erste Highlight im neuen Jahr steht an diesem Wochenende vor der Tür: der Alpe Adria Cup.

Turniersieg als Motivationsspritze

Für diesen qualifizieren sich jeweils die fünft- und sechstplatzierten Teams der Vorsaison aus den höchsten Ligen der Schweiz, Italiens, Österreichs und Sloweniens. «Das Turnier wird ein guter Gradmesser für uns», sagt Kaufmann, der das Auftaktspiel gegen Kelag Ferlach (AUT) als machbare Aufgabe deklariert.

«So können wir ins Turnier reinkommen und uns im Verlauf steigern. Das Ziel ist der Turniersieg – wir kennen alle Gegner, haben alle schon besiegt. Dementsprechend ambitioniert gehen wir in das Turnier.»

Playoff Highlights : HSC Suhr Aarau gegen Wacker Thun 08.04.2017

Playoff Highlights : HSC Suhr Aarau gegen Wacker Thun 08.04.2017

Der Turniersieg wäre sicher eine gute Motivationsspritze für das, was den HSC in der in knapp zwei Wochen beginnenden Finalrunde erwartet. In der vergangenen Saison überraschte Suhr Aarau als Aufsteiger mit der souveränen Qualifikation für die Finalrunde – dort allerdings gelang kein einziger Sieg.

Das soll im zweiten Anlauf anders werden: «Wir wollen einen Schritt weiter kommen. In diesem Jahr muss der erste Finalrunden-Sieg des HSC her», sagt Trainer Kaufmann. Und die Ausgangslage ist gut – trotz schleppend angelaufener Vorbereitung.

Bis auf Beau Kägi, der linke Flügel braucht nach seinem Kreuzbandriss noch etwas mehr Zeit als erwartet, sollte Kaufmann zum Finalrundenstart das komplette Kader zur Verfügung stehen.

Kropf komplettiert HSC-Goalie-Duo

Nach dem überraschenden Abgang von Mihailo Radovanovic in der Winterpause ist der HSC auf der Suche nach einem zweiten Torhüter fündig geworden: Benjamin Kropf bildet zusammen mit Dario Ferrante bis zum Ende der laufenden Saison das Goalie-Duo.

Kropf ist ein ehemaliger HSC-Junior, der 2007 den Sprung ins NLA-Kader geschafft hatte. Der mittlerweile 28-Jährige spielte während eines Grossteils seiner Karriere in der 1. Liga und ist erst auf diese Saison hin zum HC Hopfenperle und damit zurück zu seinen Wurzeln gewechselt.

Auf die kommende Saison hin stösst Dragan Marjanac vom BSV Bern Muri zum HSC. Der 32-Jährige wird ab dem Sommer zusammen mit Ferrante das Goalie-Duo von Suhr Aarau bilden.

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