Challenge League
Zweite Chance für das Supertalent: Mickael Almeida ist zurück beim FC Aarau

Der portugiesische Stürmer soll die Personalnot in der Offensive lindern. Auch in der Verteidigung verstärkt sich der FCA. Beide Neuzugänge sind am Dienstag gegen GC (18 Uhr, AZ-Liveticker) spielberechtigt.

Sebastian Wendel
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Mickael Almeida war bereits von 2018 bis 2019 Spieler des FC Aarau.

Mickael Almeida war bereits von 2018 bis 2019 Spieler des FC Aarau.

Claudio Thoma

"Der beste Spieler seit 15 Jahren, den ich im Brügglifeld gesehen habe." Der Satz stammt aus dem Sommer 2018, gesagt hat ihn im FCA-Talk der AZ-Reporter Ruedi Kuhn.

Die Anfangseuphorie sollte sich nur teilweise bestätigen: Almeida deutete bei seinen Teileinsätzen zwar sein Talent an und erzielte im November 2018 beim 3:2-Auswärtssieg gegen Chiasso das Siegtor und somit einen der wichtigsten Treffer jener Saison - es war der Startschuss der Aufholjagd vom Tabellenende bis in die Barrage.

Am 4. November 2018 erzielt Almeida das späte 3:2-Siegtor in Chiasso.

Am 4. November 2018 erzielt Almeida das späte 3:2-Siegtor in Chiasso.

Marc Schumacher/Freshfocus / freshfocus

Doch insgesamt verlief die Ausleihe des hochgelobten Talents vom FC Sion zum FCA unbefriedigend. Die Schlussphase der Saison 2018/19 verbrachte er nicht mehr im Kreis der FCA-Mannschaft. Das Barrage-Rückspiel am 2. Juni verfolgte Almeida, obwohl damals noch immer in Aarau unter Vertrag, nicht im Brügglifeld, da er am Abend zuvor als Zuschauer das Champions-League-Finale zwischen Liverpool und Tottenham im Madrider Stadion Wanda Metropolitano verfolgte. Kurz zuvor hatte er den damaligen FCA-Trainer Patrick Rahmen in einem emotionalen Gespräch um die Freistellung gebeten - er brauche Abstand und sei dem Druck nicht gewachsen.

Seit Sommer 2019 spielte Almeida in Chiasso - hier im Duell mit dem früheren FCA-Verteidiger Affolter.

Seit Sommer 2019 spielte Almeida in Chiasso - hier im Duell mit dem früheren FCA-Verteidiger Affolter.

Andy Mueller / freshfocus

Die Zeit seit Sommer 2019 verbrachte Almeida beim FC Chiasso - im Dezember 2019 traf er beim 3:3 im Brügglifeld gegen den FCA. Seit Anfang dieses Jahres verzichtet Chiasso-Trainer Raineri auf Almeidas Dienste. Die Gelegenheit für den FC Aarau, mit der Rückholaktion dem Stürmer eine zweite Chance im Brügglifeld zu geben und gleichzeitig die Personalnot im Sturm zu lindern. Almeida, der bis Saisonende von Chiasso ausgeliehen ist, trainierte am Sonntag ein erstes Mal mit den neuen, alten Teamkollegen.

Auch Conus wechselt von Chiasso ins Brügglifeld

Zusammen mit Almeida stösst ein weiterer Chiasso-Spieler zum FCA: Linksverteidiger Bastien Conus hat einen Vertrag bis 2023 unterschrieben. Ursprünglich sollte der 23-Jährige erst im kommenden Sommer nach Aarau kommen, doch weil auch hinten links Trainer Stephan Keller sattelfeste Alternativen fehlen, findet der Transfer per sofort statt. Conus wurde in der Nachwuchsabteilung des FC Basel ausgebildet und wechselte 2019 zum FC Chiasso.

Beim 2:1 für Aarau im Oktober 2020 noch Gegner, ab sofort Teamkollegen: FCA-Vizecaptain Jäckle und Bastien Conus (rechts).

Beim 2:1 für Aarau im Oktober 2020 noch Gegner, ab sofort Teamkollegen: FCA-Vizecaptain Jäckle und Bastien Conus (rechts).

Marc Schumacher / freshfocus

Den umgekehrten Weg als Almeida und Conus geht Stevan Lujic: Das Aarauer Eigengewächs, seit Anfang 2020 fixer Bestandteil des Profikaders, wechselt bis Ende Saison leihweihse zum Tabellenschlusslicht ins Tessin, um dort Spielpraxis zu sammeln.