Sotschi 2014
Bobfahrer Rico Peter: «Für Edelmetall in Sotschi müsste alles stimmen»

Der 30-jährige Kölliker Rico Peter startet am Sonntag und am Montag im Zweierbob. Peter nimmt zum ersten Mal an Olympischen Spielen teil. Im Interview spricht der Bobfahrer über die Olympia-Bahn, das frühlingshafte Wetter und seine Ziele in Sotschi.

Michael Wyss
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Der Kölliker Zweierbob-Pilot Rico Peter strebt an den Olympischen Spielen in Sotschi einen Rang in den Top 6 an. Dita Alangkara/Keystone

Der Kölliker Zweierbob-Pilot Rico Peter strebt an den Olympischen Spielen in Sotschi einen Rang in den Top 6 an. Dita Alangkara/Keystone

Rico Peter, Sie sind zum ersten Mal Teil der Olympischen Spiele. Wie war die Anreise nach Sotschi?

Wir sind am Montag angereist und es ist glücklicherweise alles problemlos abgelaufen. Ich habe gedacht, es geht bezüglich Zuschauer ein bisschen mehr ab, aber es ist bis jetzt eigentlich ziemlich ruhig.

Was für eine Stimmung haben Sie im Olympischen Dorf angetroffen?

Nach den Siegen von Iouri Podladtchikov und Dario Cologna ist die Stimmung natürlich sehr gut, aber es ist trotzdem ruhig und wir können uns auf den Sport konzentrieren.

Wie verliefen die ersten Trainingsfahrten auf der Olympia-Bahn?

Wir waren anfangs Saison bereits während den internationalen Trainingswochen hier. Damals war die Bahn aber ein kleines bisschen anders, weil es weniger Eis hatte. Es ist uns dort fast besser gelaufen, jetzt haben wir schon noch die eine oder andere Problemstelle, an der wir arbeiten müssen. Am Samstag haben wir noch zwei Trainingsläufe, dann muss es klappen.

Was ist speziell am Sanki Sliding Center – und liegt Ihnen die Bahn?

Bis jetzt war das Gefühl eigentlich immer gut. Die ersten vier Trainingsläufe waren allerdings noch nicht optimal und ich bin noch ein wenig am kämpfen. Grundsätzlich passt mir die Bahn jedoch – es kommt gut.

Gibt es bei den Bobfahrern auch Probleme wegen des Wetters?

Das Wetter spielt bei uns weniger eine Rolle. Für das Wochenende ist Regen angesagt, was bedeuten würde, dass es für die hinteren Nummern nicht mehr ganz ideal wäre. Das Eis hält aber, wir sind schnell unterwegs – die Voraussetzungen sind gut.

Wer war Ihr Bremser in den Trainings und wird das auch Ihr Teamkollege im Wettkampf sein?

Ich bin bis jetzt mit Jürg Egger gefahren und werde – das hat der Verband gestern entschieden – auch im Rennen von Jürg Egger unterstützt.

Was sind Ihre Ziele für die insgesamt vier Zweierbob-Läufe morgen Sonntag und am Montag?

Nach den letzten erfreulichen Rennen und weil mir die Bahn ja eigentlich gut liegt, haben wir schon die Hoffnung, dass es eine Top-6-Platzierung geben wird. Ein Podestrang kann drinliegen, aber dafür müsste alles stimmen und wir müssten fehlerfreie Fahrten hinlegen.

Wer sind für Sie die grossen Favoriten für das Zweier-Rennen?

Sicher der russische Lokalmatador Alexander Subkow und der zweite russische Pilot, Alexander Kasjanow. Ausserdem sind die Amerikaner stark und die Deutschen sollte man auch nie ausser Acht lassen. Dann gibt es noch einen Letten, der sehr schnell startet – und natürlich darf man auch Beat Hefti nicht vergessen.