Challenge League
Beim FC Aarau ist Manuel Klökler der Mann für die Details

Weil der FCA am Montagabend im Stadio Cornaredo auf Lugano treffen wird, bekam Manuel Klökler von Trainer Weiler die Aufgabe, den Gegner zu beobachten. Assistent Klökler beobachtet und gibt Chef René Weiler wertvolle Tipps.

Ruedi Kuhn
Drucken
Teilen
Aaraus Assistent Manuel Klökler (r.) feiert mit Davide Callà.

Aaraus Assistent Manuel Klökler (r.) feiert mit Davide Callà.

foto-net / Alexander Wagner

Das Tessiner Derby Locarno - Lugano als Strassenfeger? Denkste. Die Partie vom vergangenen Mittwoch sahen gerade mal 640 Zuschauer. Unter ihnen war der Aarauer Assistenzcoach Manuel Klökler.

Weil der FCA am Montagabend im Stadio Cornaredo auf Lugano treffen wird, bekam Klökler von Trainer Weiler die Aufgabe, den Gegner zu beobachten. Vor dem Anpfiff nahm Weilers «rechte Hand» die Kader der beiden Mannschaften unter die Lupe und machte sich ein Bild über die Stärken und Schwächen der Spieler. Während der Partie richtete er sein Augenmerk vor allem auf Taktik, Spielsysteme und Zuteilung bei ruhenden Bällen wie Freistössen und Corners. Klöklers Fazit: «Der FC Lugano hat mich überzeugt. Das Offensivpotenzial ist gross. Besonders gefährlich ist Goalgetter Armando Sadiku.»

Für Klökler gehört das Studium von Gegnern zum Tagesgeschäft. Während der Partie in Locarno sass er auf der Haupttribüne und macht sich eifrig Notizen. Details können entscheidend sein. «Zu Beginn einer Saison oder einer Rückrunde gibt es viele Zuzüge und Abgänge. In dieser Zeit sind Beobachtungen besonders wichtig», sagt Klökler. Der Deutsche konnte Weiler wertvolle Informationen geben.

Spricht Klökler über seinen Chef, so macht er das mit grossem Respekt. «René ist ein Perfektionist. Ich staune immer wieder, wie viel er über die Klubs und Spieler der Challenge League weiss.» Klökler wohnt in Konstanz und spielte während seiner aktiven Karriere zusammen mit Wil-Trainer Axel Thoma für den Regionalligisten Singen. Danach absolvierte der FCA-Assistent die Trainer A-Lizenz.

Klökler und Weiler lernten sich vor vier Jahren kennen. Vor der Saison 2009/10 hatte der FC Schaffhausen mit Klökler zwar einen Assistenten, aber keinen Cheftrainer. Bei den Nordostschweizern im Gespräch waren Murat Yakin, René van Eck und Weiler. Letzterer machte das Rennen.

Nach einer durchwachsenen Zeit bei Schaffhausen steht das Duo Weiler/Klökler seit der Meisterschaft 2011/12 beim FC Aarau unter Vertrag. In den vergangenen eineinhalb Jahren haben die zwei eine Mannschaft aufgebaut, die an der Schwelle zur Super League steht.

Aktuelle Nachrichten