Abstiegskrimi
Zwei gute Phasen reichen nicht – was es für den Ligaerhalt des TV Endingen braucht

Der TV Endingen verliert bei Pfadi Winterthur diskussionslos mit 26:38. Wollen die Surbtaler im Duell mit GC Amicitia den Abstieg verhindern, müssen sie die Fehlerquote reduzieren. Ein Lichtblick gibt es: Die eigene Torausbeute.

Alexander Wagner
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Trainer Zoltan Majeri weiss: Sein Team macht zu viele Fehler.

Trainer Zoltan Majeri weiss: Sein Team macht zu viele Fehler.

Marc Schumacher / freshfocus

Der Start ins Auswärtsspiel in Winterthur ist den Endingern nicht optimal gelungen – vorsichtig formuliert: Nach zehn Minuten führte Pfadi bereits mit 7:1 und Trainer Zoltan Majeri war gezwungen, sein erstes Time-out zu nehmen. Danach kamen die Endinger, die ohne Rückraumspieler Huesmann (gesperrt) und Topskorer La­rouche (angeschlagen) antreten mussten, aber etwas besser ins Spiel.

Den Höhepunkt im ersten Durchgang setzten dann auch zwei Aargauer – leider auf der falschen Seite: Der ehemalige Suhrer Joel Bräm bediente den Ex-Endinger Marvin Lier, der mit einem herrlichen Fliegertor zum 18:10 für Pfadi abschloss.

Zu viele Fehler – in der Abwehr und im Angriff

Der Start in den zweiten Durchgang gelang deutlich besser und nach 24 Minuten lagen die ­Endinger nur noch vier Treffer im Rückstand. «Wenn wir eine Leistung zeigen können wie im zweiten Teil der ersten Halbzeit und im ersten Teil des zweiten Umgangs, dann können wir über den Ligaerhalt sprechen», sagte Trainer Majeri nach der Partie lakonisch.

Doch bekannter­weise dauert ein Handballspiel nun mal 60 Minuten. Und vom 24:20 zogen die Pfader unwiderstehlich auf 30:20 davon und die Partie war nach 48 Minuten ­bereits endgültig entschieden. Trainer Majeri bringt es ­lapidar aber treffend auf den Punkt:

«Wir machen einfach zu ­viele Fehler».

Was in den letzten Partien auffällt, ist, dass die Endinger zwar immer eine ansehnliche Anzahl an Toren werfen, aber deutlich zu viele Gegentreffer kassieren: Zwischen 33 und 38 waren es in den letzten vier ­Partien, die allesamt deutlich verloren gingen. Doch dies ist nicht nur ein Problem der Abwehr, auch im Angriff machen die Surbtal zu viele Fehler, was fast jedes Mal mit einem Gegenstosstor oder einem Treffer aus der zweiten Welle bestraft wird.

Endingen spielt nun zum Abschluss der regulären Saison am nächsten Donnerstag auswärts in St. Gallen gegen St. Otmar, ehe es zum Abstiegsduell mit GC Amicitia kommt.