Verband
Aargauer Talente haben eine Heimat

Seit 1992 gibt es im Aargau einen kantonalen Unihockey-Verband (AGUHV). Seit fünf Jahren betreibt er als wertvollste Aufgabe eine Kantonsauswahl auf Stufe U15.

Rainer Sommerhalder
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Der Unihockeysport erfreut sich im Kanton Aargau grosser Beliebtheit.

Der Unihockeysport erfreut sich im Kanton Aargau grosser Beliebtheit.

Nordwestschweiz

Fünfmal pro Jahr treffen sich die 25 auserwählten Spieler der Aargauer U15 mit ihren vier Trainern Daniel Morf (Cheftrainer), Nicolas Emch, Markus Moser und David Dünki zum Zusammenzug. Als Saisonhöhepunkt treten die 20 besten Auswahlspieler im Mai zur nationalen Trophy an, dem Vergleich mit den anderen Schweizer Kantonalauswahlen.

Die Gründung der U15 war eine Zangengeburt. Weil viele Vereine davor Angst hatten, diese Zusammenzüge würden als Plattform für Abwerbungen der besten Talente missbraucht, war die anfängliche Akzeptanz bei den ambitionierten Aargauer Klubs klein. «Deshalb macht es uns bereits stolz, dass wir die Auswahl 2010 tatsächlich ins Leben rufen konnten», sagt Adrian Meyer.

Der Präsident von Aargau United ist im Kantonalverband der 29 Aargauer Vereine für die Regionalauswahl verantwortlich. Inzwischen sei die Skepsis gegenüber der Auswahl weitgehend verschwunden. Zumindest bei den Grossfeldclubs. «Die Kleinfeldvereine sind nach wie vor zurückhaltend beim Melden ihrer Talente», sagt Meyer. «Die Stimmung im Team ist aber hervorragend. Da ist nichts von einem Gärtlidenken zu spüren.»

So bilden knapp 10 Klubs das Reservoir der Auswahl, welche auch Sprungbrett für eine Karriere in einer nationalen Juniorenauswahl sein kann. Selbst wenn der einzige Nationalliga-Verein der Region, der UHC Mittelland Olten-Zofingen, wegen seines statutarischen Sitzes im Kanton Solothurn nicht Mitglied des AGUHV ist, sendet der NLB-Klub seine U15-Talente doch in die Aargauer Auswahl. Dort ist die Verstärkung natürlich gern gesehen.

Finanziert werden die Aktivitäten der kantonalen U15 mit den Geldern des Swisslos Sportfonds Aargau. 10 Prozent dieser jährlichen Fördergelder für die Aargauer Unihockeyvereine fliessen in die Kasse der Auswahl, erklärt Marco Staldegger. Das sind rund 6500 Franken pro Jahr. Der Freiämter präsidiert den AGUHV seit rund vier Jahren. Als Teamchef der ersten Mannschaft wirkt Staldegger weiterhin auch aktiv an der Front beim vielversprechenden Projekt Aargau United mit. Noch bleibt die Aargauer Unihockey-Szene also ziemlich überblickbar.

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