Das Team Aarau ist in der EM-Qualifikation in der Finalserie gescheitert. Wie gross ist Ihre Enttäuschung?

Silvana Tirinzoni: Sie ist unendlich gross. Wir sind so zuversichtlich in diese Trials gestartet. Unsere Form war und ist hervorragend. Und im Grund hat ja auch unsere Leistung gestimmt. Bei Flims hat in den entscheidenden zwei Finalpartien wirklich alles gepasst, die Spielerinnen haben keine Fehler gemacht. Das kommt bei den Frauen selten vor. Es war wirklich frustrierend, gut zu spielen und dennoch zu scheitern. Aber es ist immer noch besser mit der Gewissheit zu verlieren, dass man selber nicht schlecht gespielt hat und der Gegner schlicht hervorragend war. Ich kann meinem Team wirklich keinen Vorwurf machen. 

Sie haben die Round Robin dominiert, aber im entscheidenden Moment verloren. Ein Problem der Nerven?

Ich sage Nein, aber vielleicht ist die Antwort auch Ja! Wir können diese Niederlage nicht einfach abhaken und müssen vor allem nach diesem Turnierverlauf ein wenig über die Bücher. Haben wir im entscheidenden Moment eventuell etwas falsch gemacht?

Vor allem, weil es nicht das erste Mal war, dass Ihr Team ein wichtiges Spiel verliert?

Ja, das stimmt. Wir haben entscheidende Spiele aber auch schon gewonnen. In den letzten sechs Finals der Schweizer Meisterschaft gingen wir dreimal als Sieger und dreimal als Verlierer vom Eis. Aber vielleicht müssen wir ja tatsächlich in diesen speziellen Situationen etwas anders machen.

Was sind die nächsten grossen Ziele?

Es geht Schlag auf Schlag, was nach einer solchen Enttäuschung sicher ein Vorteil ist. Es bleibt kaum Zeit, um diese schwierige Niederlage zu bedauern. Bereits in einer Woche reisen wir für zwei Grand-Slam-Turniere nach Kanada. Ein grosses Ziel ist sicher auch wieder die Schweizer Meisterschaft, wenn es um die WM-Tickets geht.