Eishockey
Aarau setzt seine Siegesserie auch gegen Brandis fort

Mit dem 4:2 gegen Brandis feierten die Aarauer Erstligisten den sechsten Sieg in Folge – obwohl erstmals in dieser Saison nicht Lebensversicherung Marco Mathis im Tor stand. Für ihn spielte erstmals Mike Schmocker, der von Belp zu Aarau kam.

Rainer Sommerhalder
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Aaraus Torschütze Daniel Eichenberger hat Druck auf dem Stock. awa

Aaraus Torschütze Daniel Eichenberger hat Druck auf dem Stock. awa

Mike Schmocker hütete gegen Brandis zum ersten Mal in seinem Leben in der 1. Liga das Tor. Allerdings ist der Ersatz für den zum temporären Langenthal-Stammgoalie beförderten Mathis weder ein besonders talentiertes Eigengewächs noch eine Zukunftshoffnung aus den Reihen des Aarauer Partnerklubs EV Zug. Zwar hat der 27-jährige Versicherungsberater bereits an einer WM gespielt, dies jedoch im Inlinehockey. Im Winter steht Schmocker normalerweise in der 2. Liga beim EHC Belp zwischen den Pfosten. Als Sportchef des Vereins konnte er seinen Blitztransfer zu den Adlern auch gleich selber unterschreiben.

Schmocker bleibt Notnagel

Schmocker wird trotz äusserst erfolgreichem Debüt in Aarau auch in Zukunft nicht über die Rolle als Notnagel hinauskommen. Zum einen wird nach der Genesung von Langenthals verletztem Stammgoalie Eichmann Marco Mathis wieder bei den Adlern Spielpraxis sammeln. Zum anderen hat der SCL gestern mit Flurin Brunner einen weiteren Torhüter unter Vertrag genommen, der alternierend zu Mathis bei Aarau eingesetzt werden soll.

Belastungsprobe gegen Zuchwil

Der EHC Aarau hat gegen Brandis mit einer erneut soliden Leistung bewiesen, dass es auch ohne seinen starken Rückhalt Mathis gewinnen kann. Und dies bereits zum sechsten Mal hintereinander. Eine solche Erfolgsserie gab es letztmals vor über zehn Jahren, als der heutige Sportchef Peter Hofmann noch selber mit dem Adler auf der Brust der schwarzen Scheibe hinterher jagte. Nun folgt im Heimspiel vom Samstag gegen Leader Zuchwil Regio die ultimative Belastungsprobe, wie homogen und stabil die in den letzten Wochen eindrücklich auftretende junge Mannschaft von Trainer Patric With tatsächlich bereits ist.

Brandis wurde noch einmal gefährlich

Gegen Brandis brillierten die Gastgeber mit einer makellosen Powerplay-Bilanz in den ersten zwei Dritteln. Drei Strafen der Emmentaler nützte der EHC Aarau zu drei Toren und einer scheinbar vorentscheidenden 3:0-Führung. Als nach Spielhälfte auch Brandis den Effekt von erfolgreichem Überzahlspiel entdeckte, gaben die Aarauer auf den bedrohlich wirkenden 2:3-Anschluss des Gegners innerhalb von 21 Sekunden die passende Antwort. Den 4:2-Erfolg schaukelte der Tabellendritte dann im Schlussdrittel dank konsequenter Defensivarbeit und Debütant Schmocker problemlos über die Runden.

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