Challenge League

1:1 gegen Aufsteiger Lausanne-Ouchy: Eine vertane Chance des FC Aarau

Aarau verpasst es beim 1:1 gegen den starken Aufsteiger Lausanne-Ouchy, an die Tabellenspitze aufzuschliessen. Der Aufsteiger ging bereits in der vierten Minute durch Danner in Führung. Noch vor der Pause glich Nicolas Schindelholz für Aarau aus und sorgte damit für das Schlussergebnis.

Als das Spiel vorbei ist, hallen Pfiffe durch das Brügglifeld. Davon sind einige nicht nur gegen den konfusen Schiedsrichter Jancevski gerichtet, sondern auch gegen das Heimteam. Der Frust einiger Fans über den verpassten Sieg gegen Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy muss raus.

Ja, der FC Aarau, namentlich seine Leistungsträger, hat in diesem Spiel sein Leistungspotenzial bei weitem nicht abgerufen, ist über weite Phasen zu passiv und ideenlos aufgetreten. Gleichzeitig gilt es festzuhalten, dass Lausanne-Ouchy alles andere als ein klassischer Aufsteiger ist, sondern eine richtig gute Mannschaft, die gestärkt durch drei Siege in Folge in den Aargau gereist ist, einer davon das satte 3:0 gegen Tabellenführer und Aufstiegsfavorit Lausanne-Sport.

Das 1:1 entspricht den Stärkeverhältnissen. Doch beide Seiten haben Grund, dem verpassten Sieg nachzutrauern. Die Gäste, weil Gazzetta in den Schlussminuten in beste Abschlussposition kommt, aber am stark reagierenden FCA-Goalie Ammeter scheitert.
Im Aarauer Lager regen sie sich über die 77. Minute auf. Nach einem Zuspiel von Zverotic trifft Rossini in die weiter entfernte Torecke, doch zum Jubeln kommt er nicht: Abseits! Das meint zumindest der Linienrichter und wedelt mit der Fahne.

Stimmen zum Spiel - Interviews mit Patrick Rossini und Cheftrainer Patrick Rahmen:

Zugegeben eine enge und in Echtzeit schwierig zu bewertende Szene. Aber die TV-Bilder zeigen, dass der Entscheid halt doch falsch ist. Aarau-Trainer Patrick Rahmen, der die Bilder soeben gesehen hat, kommt aus seinem Büro und ist stinksauer. «Schon wieder», schimpft er und denkt dabei natürlich an den 1:2 verlorenen GC-Match Anfang August, als dem FCA in ähnlicher Manier ein vielleicht spielentscheidendes Tor verwehrt wurde. Doch Rahmen relativiert: «Ich will heute den verpassten Sieg nicht am Schiedsrichter festmachen. Unter dem Strich haben wir zu wenig gut gespielt und der Gegner hat gezeigt, warum er hoch gehandelt wird.»

Bezeichnend: Beide Tore fallen nach Eckbällen

Zum starken Eindruck, den die Waadtländer hinterlassen, kommt dazu, dass ihnen der frühe Führungstreffer (4. Minute) für ihre Kontertaktik in die Karten spielt. Ein Geschenk der Aarauer: Erst verfehlt Maierhofer den flach getretenen Eckball, dann kommt Thiesson – überrascht vom Luftloch seines Teamkollegen – gegen Torschütze Danner zu spät.


Immerhin: Aarau zeigt wie schon vor drei Tagen gegen Schaffhausen nach dem 0:1 Moral und erzwingt in der 35. Minute den Ausgleich, ein herrliches Kopfballtor von Innenverteidiger Schindelholz.

Bezeichnend, dass auch dieser Treffer nach einem Eckball fällt. Aus dem Spiel heraus ergeben sich bis auf die angesprochenen Szenen in der Schlussphase und einen Weitschuss von Aaraus Misic (40.) an den Pfosten keine Chancen.


Thiesson nach Spielschluss: «Das einzig Positive ist, dass wir nicht verloren haben.» Eine selbstkritische Analyse, die aber aufzeigt, wie gross beim FCA der Ärger darüber ist, den Anschluss an die oberste Tabellenregion verpasst zu haben.

Haben Sie die umkämpfte Partie des FCA gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy verpasst? Lesen Sie hier alles darüber im Ticker nach:

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