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Verstopfung beim Kleinkind –was tun?

Meine zweijährige Tochter leidet unter Verstopfung und sie weint vor Schmerzen beim Stuhlgang. Was kann ich tun? B. W. aus B.

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Nach jeder Mahlzeit soll das Kind auf die Toilette.

Nach jeder Mahlzeit soll das Kind auf die Toilette.

Bild: Getty
Heute: Dr. med. Barbara Deak-Hänggli, Oberärztin Kinder- und Jugendmedizin, Kantonsspital Baden

Heute: Dr. med. Barbara Deak-Hänggli, Oberärztin Kinder- und Jugendmedizin, Kantonsspital Baden

Bild: PD

Trotz ausgewogener Ernährung, genug Flüssigkeit und Bewegung leiden ca. 10 bis 15 Prozent der Kinder unter Verstopfung. Oft kommt es zu einem Teufelskreis mit Schmerzen beim Stuhlgang, sodass das Kind aus Angst den Stuhl zurückhält, was die ­Situation verschlimmert. Nicht selten besteht das Problem über Monate und Jahre. Es gibt bewährte und wirksame Therapien, um aus diesem Teufelskreis wieder herauszukommen.

Doch zuerst muss der harte Stuhl raus; manchmal ist dafür ein Glycerinzäpfchen oder ein sogenannter «Einlauf» (Flüssigkeit in den Enddarm) nötig. ­Stimulieren/manipulieren Sie nicht am Anus mit dem Fieberthermometer oder Finger!

Damit das Kind danach nicht wieder ins alte Verstopfungsschema zurückfällt, braucht es in der Regel eine konsequente Einnahme eines Stuhlweichmachers. Eine «Abhängigkeit» oder Nebenwirkungen macht dieser nicht. Je länger die Verstopfung schon besteht, desto länger ist die Therapie nötig. Wichtig ist auch das Toilettentraining: Nach jeder Mahlzeit soll das Kind auf die Toilette. Es sollte entspannt sitzen und die Füsse z.B. erhöht auf einen Schemel abstellen können. Loben Sie das Kind für kleine Erfolgserlebnisse. In den meisten Fällen vergisst es mit der Zeit die früheren Ängste und Schmerzen und die Stuhlentleerung klappt wieder von alleine.

Was ist ein «normaler Stuhlgang»?

Alle 1 bis 2 Tage, weich und nicht schmerzhaft. Bei gestillten Säuglingen gilt eine Bandbreite von 7-mal pro Tag bis einmal in 7 Tagen als normal.

Was sind die typischen Symptome einer Ver­stopfung?

Seltener und harter Stuhlgang, Stuhlschmieren, wiederkehrende Bauchschmerzen. Teilweise verhalten sich die Kinder auffällig (ängstlich oder aggressiv). Möglich ist auch Blut im Stuhl durch kleine Verletzungen am Anus. Starke Verstopfung kann paradoxerweise zu Durchfall führen.

Was sind die Ursachen?

Die allermeisten Kinder mit Verstopfung sind körperlich gesund und ein «Trigger» führt zu einer Verstopfungsepisode: eine fieberhafte Infektion, die Umstellung der Ernährung, Windel­entwöhnung oder willkürlicher Stuhlverhalt bei Toilette in fremdem Umfeld usw.

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