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Nicht sauer werden!

«natürlich»-Gesundheitsberaterin Sabine Hurni über den Säure-Basen-Haushalt.

Sabine Hurni
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Dieser Artikel wurde von der Verlagsredaktion der CH Regionalmedien AG im Auftrag der Partner von Gesundheit Aargau erstellt. Hier geht es zu den Richtlinien für Promoted Content und Sponsored Content der CH Regionalmedien AG.

Eine gesunde Ernährung ist, neben ausreichend Bewegung und Entspannung, der wichtigste Faktor für einen gesunden Säure-Basen-Haushalt.

Eine gesunde Ernährung ist, neben ausreichend Bewegung und Entspannung, der wichtigste Faktor für einen gesunden Säure-Basen-Haushalt.

Bild: unsplash

Wenn wir uns robuster und widerstandsfähiger gegen Viren und andere Krankheitserreger machen wollen, sollten wir uns mit der Ernährung auseinandersetzen. Am besten, indem wir mit einer grossen Portion Neugierde und Experimentierlust die Freude am Gemüse (wieder) entdecken. Denn die Gemüseküche hat für den Körper einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber der Fleischküche: Sie sorgt für ein ausgeglichenes Säure-Basen-Gleichgewicht.

Krankheitserreger haben im basischen Körpermilieu wenig Überlebenschancen und tummeln sich lieber in einem durch tierische Eiweisse sowie ­Alkohol und Zucker übersäuerten Körper. Im Jahr 1931 erhielt der deutsche Biochemiker, Arzt und Physiologe Otto Warburg den Nobelpreis der Medizin für die Entdeckung, dass Krebszellen nur im sauren Milieu entstehen können. Oder, anders gesagt: Ein gesundes basisches Milieu und ein hoher Sauerstoffgehalt der Zellen können Krebs verhindern.

Ein basischer pH-Wert in den Zellen hemmt auch die Infektionsgefahr durch Viren respektive deren Vermehrung effektiv. Zu diesem Schluss kommt Prof. Dr. Jürgen Vormann vom Deutschen Institut für Prävention und Ernährung in Ismaning. Deshalb lautet mein Frühlingsmantra: «Essen Sie viel Gemüse!» Aber kochen Sie es nicht zu Tode. Essen Sie es roh (wenn Sie Rohkost gut vertragen), kurz angedämpft oder als Suppe gekocht.

Im Alter ist es mit Gemüse alleine oft nicht getan

Die latente Körperübersäuerung entsteht in der Regel durch Ernährungsfehler oder eine altersbedingt verminderte Nierentätigkeit. Der Körper versucht, den pH-Wert des Blutes neutral (pH 7) zu halten. Essen wir reichlich Gemüse und Früchte, gelangen deren basische Inhaltsstoffe in das Blut und von dort in die Zellen, deren Funktion sie stärken.

Beim Schnitzel mit Nüdeli und Rahmsauce hingegen besteht die Mahlzeit vorwiegend aus Eiweiss und Kohlenhydraten. Beim Abbau im Verdauungstrakt bilden sich Säuren, die ins Blut und weiter in die Zellen gelangen. Wenn es nur ein kleines Schnitzel war, begleitet von einem grossen Salat oder einer Gemüsesuppe, dann können die pflanzlichen Mineralien die vom Fleisch produzierten Säuren umgehend neutralisieren. Was übrig bleibt, wird über die Lunge und die Niere ausgeschieden. Ohne grosszügige Gemüseportion hingegen transportiert der Körper die Säuren in die Zellen, das Binde- oder Knorpelgewebe sowie in die Muskeln. Im schlimmsten Fall holt er sich Mineralstoffe aus den Knochen, um die Säuren zu neutralisieren, was die Knochen spröde macht.

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine ­latente Körperübersäuerung zu verhindern: entweder mit Hilfe einer Nahrungsumstellung oder durch die Einnahme von Basensalzen. In Gemüse und Früchten befinden sich organische Mineralsalze wie Citrate und Malate, die an Magnesium, Kalzium und Kalium gebunden sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand Biogemüse oder herkömmliches Gemüse konsumiert: beim Säure-Basen-Haushalt ist die Frische der Nahrung und deren Zubereitung zentral. Weil der grösste Teil der Mineralsalze beim Kochen ins Kochwasser übergeht, sollte man Gemüse nur mit wenig Wasser zubereiten – oder eine Suppe machen. Für Menschen, die partout kein Gemüse mögen, gibt es im Fachhandel geeignete Basenpräparate zu kaufen. Diese sind auch angezeigt im Alter, um die abnehmende Nierenkraft auszugleichen. Denn Tatsache ist: Viele ältere Menschen sind übersäuert, obwohl sie genug Gemüse essen.

Viel Wasser und Bewegung gehören auch dazu

Mindestens die Hälfte der täglichen Nahrung sollte mineralstoffreich sein. Dazu gehören Obst, Gemüse und Salate; auch Zitronen, Orangen, Kiwis und Apfelessig enthalten viele Mineralstoffe und wirken im Körper basisch.

Zu den Säurebildnern hingegen gehören alle Eiweisse, also nicht nur Fleisch und Wurst, sondern auch Käse, Quark und Getreide. Generell hilft es, wenn Sie zu Fleisch und Käse statt Brot oder Teigwaren Kartoffeln und Gemüse essen. Und noch ein Tipp: das Fleisch mehrmals pro Woche durch Linsen oder Kichererbsen ersetzen und den Hunger respektive die Gelüste zwischendurch mit Äpfeln und Rosinen stillen. Und sparen Sie nicht bei den frischen Kräutern. Sie sind wahre Mineralstoffbomben.

Die Ernährung ist indes nur ein Faktor unter vielen, die zu einem gesunden Säure-Basen-Haushalt beitragen. Es hilft, wenn Sie in Ruhe essen und gründlich kauen, über den Tag verteilt viel Wasser trinken, sich regelmässig bewegen damit Herz und Kreislauf gestärkt werden und sich die Sauerstoffversorgung im Blut verbessert, etwa durch Atemübungen oder eben Bewegung an der frischen Luft. Auch mit Schwitzen lassen sich Säuren ausscheiden, zum Beispiel in der Sauna, beim Basen- und Sonnenbad. Ganz wichtig auch: Vermeiden Sie Stress und reduzieren Sie Genussmittel wie Nikotin und Alkohol.

Doch denken Sie daran: Ernährung ist keine Religion. Sie soll vor allem auch Genuss sein und Freude bereiten. Bei der Ernährung geht es ganz zentral auch um die Liebe zu sich selbst, zu seinem Körper, seiner Gesundheit und, nicht zuletzt, zur Umwelt.

Die Autorin

Sabine Hurni, dipl. Drogistin und Naturheilpraktikerin, schreibt regelmässig für das «natürlich».

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