Diplomfeier
Wirtschaft würdigt hervorragende Leistungen

Bereits zum zweiten Mal werden die besten Lehrabgänger im Kanton Solothurn auf Schloss Waldegg geehrt.

SZR
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Solothurner Zeitung

«Talent ist notwendig, reicht allein jedoch bei Weitem nicht aus, um Spitzenleistungen zu erbringen. Es braucht auch Willen, Fleiss, Disziplin, Beharrlichkeit, und zwar in weit überdurchschnittlichem Mass.» Diese Worte richtete Bildungsdirektor Klaus Fischer gestern Nachmittag an jene 48 jungen Berufsleute, die ihre Berufslehre mit einem Notendurchschnitt von 5,5 und höher abgeschlossen haben. Sie alle durften auf Schloss Waldegg zur Anerkennung ihrer Leistung ein Diplom entgegennehmen. Die drei Besten erhielten zusätzlich Spezialpreise. (Siehe Bild samt Kästen)

«Ein exzellenter Jahrgang»

Weitere 117 Lehrabgänger mit einem Notendurchschnitt von 5,3 und 5,4 haben ihre Diplome bereits erhalten. Hinter dem Projekt «5,3+» stehen die zwei grossen Wirtschaftsverbände im Kanton, die Handelskammer sowie der Kantonal-Solothurnische Gewerbeverband und zudem die Gemeinde Feldbrunnen-St.Niklaus. Von diesen wurden auch die Spezialpreise gesponsert. Der Kanton Solothurn unterstützt das Projekt mit «Rat, Tat und einem Beitrag», wie Klaus Fischer in seiner Festansprache sagte.

«Sie dürfen stolz sein auf Ihre Leistung», fuhr Fischer fort, «und mit Ihnen dürfen wir alle auch stolz sein auf unser Berufsbildungssystem.» Bei seinen jährlichen Besuchen einiger Lehrabschlussprüfungen sei es jeweils sehr eindrücklich zu sehen, was die jungen Leute nach zwei-, drei- oder vierjähriger Lehrzeit wissen und können, betonte der Bildungsdirektor. «Sie müssen sich beim Lehrabschluss darüber ausweisen, dass sie ihr Metier beherrschen, dass sie als Berufsleute in der Lage sind, Qualitätsarbeit zu leisten.» Qualität und Innovation seien die «Schlüssel zum Erfolg unserer Unternehmen», gerade auch in der aktuellen Währungssituation. Den hervorragenden Lehrabgängern legte Fischer ans Herz, das Bildungsangebot zu nutzen, um weiterzulernen. «Sie haben gezeigt, dass Sie das Zeug für weiterführende Ausbildungen haben.»

Paul Meier, Leiter des Projekts «5,3+» und Präsident der Prüfungskommission der Berufsbildung des Kantons Solothurn, würdigte den «exzellenten Jahrgang 2011». Obwohl in diesem Jahr mit 2170 Lernenden 120 Jugendliche weniger zur Lehrabschlussprüfung angetreten sind, qualifizierten sich mehr für ein Diplom. (2010 waren es «nur» 148, jetzt sind es 165). (szr)

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