Kestenholz
Wenn sich Highlander und Schlümpfe ein Duell liefern

Hoch zu und her ging es auf dem Sportplatz St. Peter in Kestenholz bei der zweiten Auflage der Highland Games. Die 31 am Plauschwettkampf teilnehmenden Gruppen à je 5 Personen sorgten für ein ausserordentlich buntes Treiben.

Erwin von Arb
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Der Seilzieh-Wettkampf am Abend war das Highlight an den zweiten Highland Games in Kestenholz. fotos: HR. Aeschbacher Der Seilziehwettkampf am Abend war das Highlight an den zweiten Highland Games in Kestenholz. HR. Aeschbacher Der Seilzieh-Wettkampf am Abend war das Highlight an den zweiten Highland Games in Kestenholz. fotos: HR. Aeschbacher

Der Seilzieh-Wettkampf am Abend war das Highlight an den zweiten Highland Games in Kestenholz. fotos: HR. Aeschbacher Der Seilziehwettkampf am Abend war das Highlight an den zweiten Highland Games in Kestenholz. HR. Aeschbacher Der Seilzieh-Wettkampf am Abend war das Highlight an den zweiten Highland Games in Kestenholz. fotos: HR. Aeschbacher

Oltner Tagblatt

Auffallend war dieses Jahr, dass längst nicht mehr alle Gruppen in der traditionellen Schottentracht teilnahmen. «Wir haben auf vielfachen Wunsch die Kleidervorschriften etwas gelockert», meinte Pascal Müller vom organisierenden FC Kestenholz.

Was die Lockerung bewirkte

Diese Aussicht vor Augen, verleitete offenbar einige Gruppen dazu, ihre Fasnachtsklamotten aus dem Schrank zu holen oder zum Kostümverleih zu gehen. So tummelten sich neben den traditionellen Schotten im Kilt auch Schlümpfe, Buschmänner, Clowns, Ferientechniker, Schwinger (mit echten Schwingerhosen) sowie andere an die Fasnacht angelehnte Figuren auf dem Sportplatz. Eine Mannschaft tauchte mit Jungwacht-T-Shirts auf.

Keine Abstriche wurden indessen bei den acht zu absolvierenden Disziplinen gemacht. Das Baumstammwerfen stand ebenso wieder auf dem Programm wie der Gummistiefelweitwurf. Immer wieder eine Attraktion war das Fassrollen. Während einige das Fass fast um die Kurve trugen, schlugen es andere mit Fusstritten in die gewünschte Richtung. Eine brachiale Variante wählten die Meggeli Warriors aus Wolfwil, die sämtliche Slalomstangen kurzerhand niedermähten. Etwas sanfter zur Sache ging Ramona Ryser vom Niederbuchsiter Team Equipo Dun. «Zum Aufwärmen war das nicht unbedingt die richtige Disziplin», meinte sie schmunzelnd. Drei Teams aus Niederbuchsiten seien dabei, fast alles Mitglieder des Unihockeyklubs.

Unten ohne – oder doch nicht?

Mit drei Teams vor Ort waren die Pontoniere aus Aarwangen. Ihnen gehe es um Titelverteidigung, meinte ihr Anführer entschlossen. Die Berner gingen mit zwei Männerteams und einem Frauenteam an den Start. Ebenfalls zum zweiten Mal dabei war das Team Witschinger, abgeleitet von der Firma Witschi in Büren an der Aare, angeführt vom Kestenholzer Nik Bürgi, der bei der erwähnten Firma tätig ist. Die Frage, ob er und sein Team im Kilt «unten ohne» unterwegs seien, liess Bürgi mit dem Verweis auf Schuhe und Socken offen.

Neben dem Wettkampfplatz floss das Bier in Strömen. Mirko Hürlimann hatte am Zapfhahn alle Hände voll zu tun. Etwa alle 20 bis 30 Minuten musste der 20-Jährige ein neues Bierfass (20 Liter) anstechen. Getrunken wurde fast ausschliesslich Schweizer Gerstensaft. Auf zehn Becher Schweizer Bier kamen zwei Glas (0,3 Liter) original irisches Guinness-Bier. Frauenteams standen den Männern in nichts nach, obwohl auch immer wieder Mineralwasser über den Tresen ging. Reissenden Absatz fanden auch die gegrillten Hühnchen. Über 100 Poulets, respektive 200 Portionen, wanderten in Mägen der hungrigen Highlander.

Dass mit zunehmender Dauer des Anlasses die Stimmung immer ausgelassener wurde, verstand sich von selbst. So wurde es für manch einen schon fast zur Herausforderung, die Bindungen der Rasenskis richtig festzuzurren oder beim Hindernislauf über Strohballen und Pneus auf der Spur zu bleiben. «Wir sind hier, weil wir den Plausch haben wollen», waren sich die meisten Teilnehmenden einig. Und praktisch alle wollen nächstes Jahr wieder kommen.

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