Generalversammlung

Weiterer Schritt zur Grossfusion der Raiffeisenbanken

Die Raiffeisenbanken Solothurn, Weissenstein und Wandflue fusionieren möglicherweise schon bald.

Die Raiffeisenbanken Solothurn, Weissenstein und Wandflue fusionieren möglicherweise schon bald.

Die Generalversammlung folgte der Genossenschaft «Weissenstein» und stimmte der Fusion mit einem deutlichen Mehr zu. Nun muss nur noch die Raiffeisenbank Wandflue Ja sagen, damit die Banken fusionieren.

Herausragendes Traktandum an der Generalversammlung der Raiffeisenbank Solothurn war die Frage der Fusion mit ihren «Schwesterbanken» Weissenstein und Wandflue. Nachdem die Genossenschaft «Weissenstein» dem Fusionsvertrag schon zugestimmt hatte, folgte nun auch die Versammlung in Solothurn mit einem gewaltigem Mehr von 565 zu 18 Stimmen.

Vorher wurde auch eine Erhöhung des Nennwertes der Anteilscheine von 200 auf 500 Franken gutgeheissen, dies ohne Gegenstimme. Wenn die Raiffeisenbank Wandflue nun auch noch zustimmt, kann die neue Bank unter dem Namen «Raiffeisenbank Weissenstein» ins Handelsregister eingetragen werden, dies rückwirkend auf den 1. Januar 2016.

Verwaltungsratspräsident Matthias Miescher legte die Gründe dar, die für eine Fusion sprechen – einige davon: «Mit unserer Bankgrösse von 31 Stellen haben wir kein Potenzial nach oben, neue Aufgaben könnten schnell nicht mehr bewältigt werden, aber in Konkurrenz mit sieben Platzbanken müssen wir beste Dienstleistungen erbringen.»

Neben dem erhöhten Kostendruck müssten ständig neue rechtliche Anforderungen, Prozeduren und Funktionen eingeführt werden. Und weiter: «Mit den Geschäftsstellen sind wir zufrieden, Schliessungen sind nicht vorgesehen und allen Mitarbeitenden wurde eine Anstellung angeboten.» Ganz offensichtlich überzeugten die Argumente und führten zum positiven Entscheid.

Giancarlo Grifone, der Vorsitzende der Bankleitung, stellte das Jahresergebnis und berichtete vorab über Wachstum: Das Jahresergebnis stieg um 1,8 Prozent auf 285'500 Franken. Die ohnehin schon starke Position im Hypothekargeschäft wurde mit einem Wachstum von 1,7 Prozent behauptet, womit es massgeblich zum Bruttoerfolg aus dem Zinsgeschäft beitrug.

Zuwachs an Kundengeldern

Weiteres Wachstum mit zum Teil sehr hohen Raten wurde beim Zufluss von Kundengeldern so wie im Kommissions- und Handelsgeschäft verzeichnet. Im Gegensatz dazu konnte, gestützt auf eine erneute Analyse der Kostenstruktur, der Geschäftsaufwand um 1,8 Prozent gesenkt werden. Neben Personal und Sachaufwand wurde auch der Energieverbrauch gesenkt – Ziel ist das Senken des Kohlendioxydausstosses um 30 Prozent bis 2020 (Basis 2012).

Die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Solothurn beträgt per Ende 2015 rund 513 Mio. Franken. Es versteht sich von selbst, dass die anwesenden Genossenschafterinnen und Genossenschafter nach Zustimmung zu Berichten und Jahresrechnung auch den Antrag auf Verzinsung der Anteilscheine (für das Jahr 2015) von sechs Prozent einstimmig guthiessen.

Die Ergebnisse wurden durch 31 Mitarbeitende (25,7 Vollzeitstellen), davon drei Lernende, erzielt. Die Raiffeisenbank Solothurn zählte 7'729 Mitglieder. Rund 600, die an der Versammlung teilnahmen, liessen sich nach Abschluss der «trockenen» Geschäfte mit Speis und Trank verwöhnen. Kommt die Fusion zustande, werden solche Versammlungen abwechslungsweise in der Zuchwiler Eishalle und im Velodrome Grenchen abgehalten.

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