Bucheggberg

Zweimal innerhalb eines Jahres vergiftet: Fische im Mülibach haben sich erholt

Um den Bestand zu zählen, wird der Mülibach abgefischt.

Um den Bestand zu zählen, wird der Mülibach abgefischt.

Im Mai 2012 war der Mülibach im Bucheggberg zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres von einer schweren Vergiftung betroffen. Die Abteilung Jagd und Fischerei hat die Forellen jetzt untersucht. Das Fazit: Sie sind gesund.

Auf einer Länge von mehreren Kilometern wurde im Mai 2012 unterhalb von Mühledorf alles Leben durch ausgeschüttetes Pflanzenschutzmittel zerstört (wir berichteten).

Nachdem sich die Nahrungskette langsam erholte, wurden im letzten Herbst und Winter wieder Bachforellen und Groppen ausgesetzt. 10 000 sogenannte Brütlinge und rund 2500 Sömmerlinge. Wie geht es diesen Fischen nun im Mülibach? Haben Sie genügend Nahrung? Ist ihnen nichts mehr passiert durch Gift?

Um diese und andere Fragen zu beantworten, wurde durch die Abteilung Jagd und Fischerei des Kantons Solothurn ein gezieltes Abfischen mit einem Elektrofanggerät vorgenommen. Diese Methode ist für die Tiere absolut harmlos.

An mehreren Stellen wurden Fische gefangen, gezählt, auf Grösse, Gewicht und Gesundheit kontrolliert und natürlich sofort wieder freigelassen. Die erhobenen Daten werden auf die ganze Länge des Baches hochgerechnet und geben so einen guten Überblick über die Gesamtpopulation. Fazit: Den Forellen geht es gut. Sie sind gesund und geniessen die Herbstsonne im Mülitäli.

Ein Fest für Eisvögel und Graureiher

Forellen-Brütlinge sind zirka 1,5 Zentimeter lang, Sömmerlinge 5 bis 10 Zentimeter. Jung-Forellen wachsen etwa 5 Zentimeter pro Jahr. Bis ein Brütling das gesetzliche Fangmass und Laich-Alter erreicht hat, dauert es rund vier bis fünf Jahre. Nur wenige Prozente der Fische werden dieses Alter erreichen. Die meisten werden vorher von Eisvögeln, Graureihern und grösseren Artgenossen gefressen.(mgt)

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