Matzendorf

Zwei Keramikerinnen sind Feuer und Flamme für Raku

Brigitte Wyss-Bieli (l.) und Martina Bader Kiener.

Brigitte Wyss-Bieli (l.) und Martina Bader Kiener.

Seit vier Jahren zeigt das Keramikmuseum Matzendorf in seinem Gewölbekeller zeitgenössische Keramik. Beeindruckend war an der Vernissage zur aktuellen Ausstellung nicht nur die gut gelungene Präsentation, sondern auch der Publikumsaufmarsch.

Die Keramikerinnen Brigitte Wyss-Bieli und Martina Bader Kiener haben ihre Wurzeln in Matzendorf und Mümliswil und sind beide als Werklehrerinnen tätig. In ihrer Freizeit beschäftigen sie sich schon seit geraumer Zeit mit der japanischen Brenntechnik Raku.

Wie die Vernissagerednerin, Judith Nussbaumer-Haller, erklärte, ist bei dieser Technik der kreativ-schöpferische Prozess beim zweiten Brand entscheidend. Dabei werden die teilweise glasierten Formstücke glühend bei 1000 Grad Celsius aus dem Ofen geholt und mit organischem Brennstoff eingebettet.

Dabei entsteht auch eine grosse Rauchentwicklung, sodass der Brand immer im Freien durchgeführt werden muss. Der Sauerstoffentzug und die Mineralien wirken auf die Tongegenstände und die Glasuren ein. Es entstehen Haarrisse und der von Holzspänen freigelegte Ton wird schwarz. Da dieser Prozess immer ein Experimentieren ist, entsteht aus jedem Produkt ein Unikat.

Licht und Schatten

Die ausgestellten Werkstücke sind bei intensiver Teamarbeit in den letzten zwei Jahren entstanden. Dabei haben sich die Frauen auf die Farben Schwarz und Weiss geeinigt und Objekte geformt, die Licht in die langen Winterabende bringen sollen.

Martina Bader und Brigitte Wyss arbeiten mit grosser Leidenschaft und dieses Feuer ist im Ausstellungsraum spürbar. Die Formen sind kreativ und doch klar reduziert auf das Wesentliche. Sie bestechen durch ihre perfekte Schlichtheit.

Bis 25. November, Fr 18 bis 21 Uhr, Sa/So 14 bis 17 Uhr; am 16. bis 18. Nov. sind beide Keramikerinnen anwesend.

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