Luterbach
Zum Abschluss gabs ein grandioses Schlussfeuerwerk

Mit einer gross angelegten Übung übergab Juan Carlos León das Kommando der Feuerwehr Luterbach an seinen Nachfolger Beat Fuchser.

Hans Peter Schläfli
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Kommandant Juan Carlos León und der designierte Kommandant Beat Fuchser zum letzten Mal gemeinsam an der Feuerwehr-Hauptübung.

Kommandant Juan Carlos León und der designierte Kommandant Beat Fuchser zum letzten Mal gemeinsam an der Feuerwehr-Hauptübung.

Hans Peter Schläfli

Schutz und Rettung Mittelland. Unter diesem Motto hatte Samuel Brunner die gross angelegte Feuerwehrübung in Luterbach geplant – und so heisst Juan Carlos Leóns grosser Traum. «Ich habe meiner Mannschaft immer wieder versprochen, wenn ich bei den Euromillons 120 oder 200 Millionen Franken gewinnen sollte, ich alle Feuerwehren der Region aufkaufe und sie zu ‹Schutz und Rettung Mittelland› zusammenlege», erklärte der Feuerwehrkommandant nach der Übung.

Zu seinem Rücktritt nach neun Jahren wurde ihm der Traum erfüllt. Lang und länger wurde das Gesicht des Kommandanten, als nach Luterbach, Deitingen und Derendingen auch noch die Fahrzeuge aus Biberist und Oensingen mit Blaulicht und Sirenen vor dem Luterbacher Gemeindehaus auftauchten. Mit Atemschutzgeräten wurden die Menschen zum Teil über Leitern aus dem – laut Übungsbeschrieb mit Rauch gefüllten – Gebäude gerettet. Spektakulär war der Auftritt der Solothurner Instruktoren, die mit amerikanischen Uniformen und einem amerikanischen Horn auf dem Auto die Grossübung belebten.

«Ab und zu war ich schon ein wenig überfordert», sagte der scheidende Kommandant am Ende. «Es war sehr emotional, ich habe heute Momente erlebt, die ich nie mehr vergessen werde», so Juan Carlos León. «Dass die Luterbacher Feuerwehr einen sehr guten Ruf hat, ist meiner ganzen Mannschaft zu verdanken. Mit so vielen guten Leuten zusammenzuarbeiten, war für mich sehr erfüllend.»

«Ich will, dass die Leute in Luterbach weiterhin ruhig schlafen können», sagte der 40-jährige designierte Kommandant Beat Fuchser an der anschliessenden Feier. «Er war ein strenger und sehr guter Kommandant», sagt Fuchser über seinen Vorgänger. «Disziplin, Ordnung und Struktur werde ich in seinem Stil weiterführen. Vielleicht bin ich etwas weniger temperamentvoll als er.» Gefragt nach der Motivation, warum er das aufwendige Amt übernimmt, erzählte er von einem Brand an der Eichstrasse vor exakt einem Jahr. Zehn Minuten nach der Alarmauslösung begann die Feuerwehr damals den Kampf gegen das Feuer und konnte so ein Haus retten, auf welches die Flammen von der Garage her bereits übergegriffen hatten.

Die offizielle Kommandoübergabe wird per 1. Januar 2015 vollzogen. Folgende Offiziere wurden in der Feuerwehr Luterbach befördert: Beat Fuchser zum Hauptmann, Philip Brunner und Reto Trauffer zum Oberleutnant.