Zuchwil
Zuchwiler Oberstüfeler sanieren die Finnenbahn

Im Zuchwiler Widi-Wäldli wird die Finnenbahn erneuert. 9.-Klässler der Oberstufe Zelgli sanieren die 750 Meter lange Rundstrecke im Rahmen einer Projektwoche.

Beat Geier
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In der Projektwoche wird klassenübergreifend an einem Projekt gearbeitet.bgb

In der Projektwoche wird klassenübergreifend an einem Projekt gearbeitet.bgb

Eine ungewohnte Betriebsamkeit hat im Widi-Wäldli hinter dem Sportzentrum Zuchwil Einzug gehalten. Mannshohe Holzschnitzelberge prägen das Bild der Finnenbahn. Vorerst dreht hier niemand seine Runden, geschwitzt wird trotzdem wie seit Langem nicht mehr.

Die 750 Meter der Rundstrecke stellen eine gewaltige Aufgabe an die, mit Lehrer, 15-köpfige Truppe. Mit Hacken und Schaufeln bewehrt heben die Schüler zu Humus degradierte Holzschnitzel aus dem Weg. Wurzelwerk und ganze Pflanzen haben die Finnenbahn kolonisiert. Lastwagenladungen frischer Holzhäcksel türmen sich entlang der Wegstrecke, und werden mit Schubkarren ihrer Bestimmung zugeführt. Wenige Jahre hätte es gedauert, bis die Natur die Rundstrecke ganz zurückerobert hätte.

Alles selbst geplant

Daniel Baschung, Oberstufenlehrer am Schulhaus Zelgli in Zuchwil, hat für seine Projektwoche eine 14 Mann starke Truppe rekrutiert. Dass die Schüler ihre Auswahl zugunsten seines Projektes trafen, erklärt er mit der grundsätzlich aussergewöhnlichen Beschäftigung im schulischen Kontext. Die Schüler hatten eine Ahnung davon, was sie auf sich nehmen würden, denn Baschung betont den lebensweltlich orientierten Impuls seiner Projektwoche: «Es geht darum, ein ganzes Projekt von der Planungsphase, über die Ausführung, bis zum Abschluss eigenständig durchzuführen.» Der sachgemässen Vorbereitung und einer abschliessenden Bilanz fällt ein ebenso grosses Gewicht zu, wie deren Umsetzung auf der Finnenbahn. Der Obenstufenlehrer will seiner Schülerbrigade mit der Anleitung zur eigenständigen Projektierung eines Vorhabens «ein Werkzeug in die Hand geben». Ein Werkzeug, welches sie später befähigen soll, ein eigenes Vorhaben erfolgreich zu Ende zu bringen.

Grossen Wert legt Baschung auch auf die Gemeinschaftserfahrung der Schüler mit unterschiedlichem schulischem Hintergrund. In seiner Projektwoche finden sich 9.-Klässler aus dem ganzen Spektrum der Schulstufen zusammen, von der Sek A und B bis zur Oberschule. «Wir haben in diesem Projekt die ganze Spannweite.» Dies ist eine spezifische Qualität des Finnenbahnprojekts, die auch dem Ziel der Sekundarschulreform entspreche. Klassenübergreifendes Arbeiten soll gefördert werden. Wohl wenige Projektwochen eignen sich dazu ähnlich gut, wie dies bei Daniel Baschungs Sanierung der Fall ist. Besonders freut ihn, dass bei dieser Arbeit der erwähnte Hintergrund in keiner Weise zutage tritt. Wie die Schüler, wo werden in einer Projektwoche auch die Karten ganz neu gemischt.

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