Zuchwil
Zuchwil schliesst sich für 10 Millionen ans Glasfaserkabel-Netz an

Als zweite Gemeinde in der Region baut Zuchwil sein flächendeckendes GAW-Glasfasernetz aus. Acht bis zehn Millionen soll das Projekt kosten. 1500 Schachtaufbrüche sind nötig.

Christoph Neuenschwander
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Peter Baumann (Leiter Bau und Planung), Gilbert Ambühl, Marcel Eheim und Marcel Pfister (Projektleiter GAW).

Peter Baumann (Leiter Bau und Planung), Gilbert Ambühl, Marcel Eheim und Marcel Pfister (Projektleiter GAW).

Christoph Neuenschwander

«Zuchwil war damals schon ein Pionier und ist auch heute eine der ersten Gemeinden», freute sich Marcel Eheim, Geschäftsführer der Gemeinschaftsantenne Weissenstein (GAW), heute Montag anlässlich des Spatenstichs zum Ausbau des Glasfasernetzes. Mit «damals» meinte er 1971, als Zuchwil den Grundstein zum Bau eines Kabelfernsehnetzes legte. Die Technologie ist heute überholt, die Welt setzt auf Glasfaserkabel.

So auch Zuchwil. Nicht mehr ganz als Pionier, denn diesmal kamen der Gemeinde die Derendinger zuvor, die von der GAW schon seit 2010 aufgerüstet werden. Aber immerhin: «In unserem Gebiet ist Zuchwil die zweite Gemeinde, die mit dem Ausbau des GAW-Netzes beginnt», betonte Eheim. Weil die Kopfstation in Zuchwil liege, und der zentralen geografischen Lage wegen, biete es sich an, die Basiserschliessung von hier aus anzugehen. Es werden Biberist und Langendorf folgen. In Solothurn führt man Verhandlungen mit der Marktführerin Swisscom, die dort bereits ausbaut.

In den kommenden fünf bis sechs Jahren werden nun also die Zuchwiler ihr Glasfasernetz erhalten. «Acht bis zehn Millionen Franken werden dabei verbaut», erklärte Eheim. «1500 Schachtaufbrüche werden gemacht.» Schliesslich sollen 4600 Wohneinheiten erschlossen werden.

Mit der Entwicklung mithalten

Auch Gemeindepräsident Gilbert Ambühl freute sich, dass die GAW hier der offensiven Swisscom Paroli bieten könne. Zuchwil nehme für sich in Anspruch, massgeblich am Ursprung der GAW beteiligt gewesen zu sein. Der Zweckverband wurde 1972 gegründet, nachdem Zuchwil die Initiative für das Kabelfernsehen in der Region ergriffen hatte, «wonach viele Sender zu erschwinglichen Preisen empfangen werden konnten», so Ambühl. «Vor 15 oder 20 Jahren hätte man nicht für möglich gehalten, was heute technisch alles geht», zeigte er sich beeindruckt. Und Marcel Eheim versicherte: «Wir sorgen dafür, dass man mit den künftigen Entwicklungen mithalten kann.»

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