Rechnung 2013

Zuchwil legt Überschuss von über 5 Millionen vor

Die Gemeinde weist in der Rechnung 2013 einen Überschuss aus.

Die Gemeinde weist in der Rechnung 2013 einen Überschuss aus.

Der Gemeinderat Zuchwil freut sich über eine Rechnung mit einem Spitzenresultat: einem Ertragsüberschuss von mehr als fünf Millionen Franken. Die Zeit für Party und Champagner ist aber für den Rat deswegen nicht gekommen.

«Arbeitsplätze sind eminent wichtig», hielt Gemeindepräsident Stefan Hug bezüglich des ersten Antrages der Spitex Zuchwil an der letzten Sitzung des Gemeinderates einleitend fest. Beantragt war die Zustimmung des Gemeinderates, ab 2014 drei FaGe-Lernende (Fachmann/-frau Gesundheit) und zwei AGS-Lernende (Assistentin Gesundheit und Soziales) ausbilden zu dürfen. Laut Spitex-Leiterin Patricia Häberli entstehe durch diese Massnahme kein finanzieller Mehraufwand, ganz im Gegenteil: Die Gemeinde könne davon profitieren. Zudem könne man Lehrstellen für Absolventen der Werkklassen schaffen. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

Die Spitex gelangte noch mit einem weiteren Anliegen an den Gemeinderat. Katarina Schmid, SpitexMitarbeiterin und Gerontologin, informiert zum Thema «präventive Hausbesuche». Sie wies vor allem auf drei Punkte hin: Erstens würden die Menschen immer älter.

Zweitens sei eine zunehmende Singularisierung festzustellen, das heisst: Viele Menschen leben alleine und dies bis ins hohe Alter. Als dritten Punkt nannte sie die Individualisierung: Gerade ältere Menschen hätten zunehmend ihre eigenen Pläne und hielten sich nicht mehr an ein übliches Lebensmuster.

Präventive Hausbesuche

Schmid erklärt das Projekt folgendermassen: Ab dem 85. Lebensjahr kommt man ins sogenannt «zerbrechliche Alter». Ab dem Alter von 85 sollten präventive Hausbesuche gemacht werden, bei welchen es nicht um ein Aufdrängen von Hilfe oder einen Gewinn an Patienten gehe, sondern um die Analyse der jeweiligen Lebenssituation und die Vorabklärung über möglicherweise anstehende Problemstellungen. Das Motto laute also: vermehrt Prävention anstelle von Interventionen. Eigentlich eine gute Idee, wie der Zuchwiler Gemeinderat fand. Jedoch interessierte vorab noch die Kostendeckung. Häberli erläuterte den Vorschlag, den Kostenmehraufwand durch den Fonds zu übernehmen, welcher von Angehörigen von verstorbenen Spitex-Mitgliedern geäufnet werde. Der Gemeinderat stimmt dem Antrag zur neuen Investitionsweise des Fonds erneut einstimmig zu.

Gemeindepräsident Hug eröffnete das Haupttraktandum: «Zuchwil hatte grosses Glück», sagte er und verwies auf die sehr erfolgreich verlaufene Rechnung. Mit einem Ertragsüberschuss von leicht mehr als fünf Millionen Franken kann der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung am 30. Juni ein Spitzenresultat vorlegen.

Michael Marti, Finanzchef der Gemeinde, führte die gute Rechnung vor allem auf die nicht genau kalkulierbare Nachtaxationen der juristischen Personen zurück, welche den Hauptteil des Gewinnes ausmachen. Daneben fiel auch die leichte Steuererhöhung ins Gewicht. Marti warnt jedoch: «Lassen wir die Party und den Champagner noch etwas ruhen und tragen wir Sorge zu dem, was wir erreicht haben.» Der Gemeinderat war sich einig: Man hat eine tolle Rechnung erwirtschaftet, dürfe sich darauf aber keinesfalls ausruhen. Sich darüber freuen sei jedoch sicher angebracht.

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