Ziegler Teppichhaus
Ziegler zeigt in Biberist Teppiche aus tausendundeiner Nacht

Neuheiten aus dem Hause Ziegler im Biberister Schlösschen Vorder-Bleichenberg. Die ausgestellten Teppiche und Wohnaccessoires zaubern farblich immerhin ein wenig Frühling herbei.

Agnes Portmann
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Die Crew des Teppichhauses Ziegler vor dem wunderbar leuchtenden orangen «Vintage» aus Pakistan (sitzend v.l.): André J. Weber, Miralem Hergic, (h.v.l.) Yusuf Emre Yardim, Olivier F. Ziegler, Verena B. Sperisen, Stefan Howald.

Die Crew des Teppichhauses Ziegler vor dem wunderbar leuchtenden orangen «Vintage» aus Pakistan (sitzend v.l.): André J. Weber, Miralem Hergic, (h.v.l.) Yusuf Emre Yardim, Olivier F. Ziegler, Verena B. Sperisen, Stefan Howald.

Frühling pur – wenn auch vorerst auf das Innenleben des Schlösschens Vorder-Bleichenberg in Biberist beschränkt. Wie Frühlingsboten erscheinen die farbigen Teppiche und Wohnaccessoires, wie die warme Sonne wirken die Farben selber. Längst gehört es zur Tradition, dass das Teppichhaus Ziegler Solothurn das Schlösschen über die Osterzeit belebt, heuer unter dem Motto «Boden, Teppich & Theater». «Jedes Exponat ist ein Einzelstück, jedes Unikat ist wie ein Bild», sagt Olivier F. Ziegler an der Vernissage. Das Einrichtungsmodell habe sich in den letzten 20 Jahren verändert. Nicht nur weniger Gegenstände, sondern auch mehr Farbe und weniger Muster im Teppich lägen im Trend. «Der Teppich ist zum Wohnaccessoire geworden, den Ideen sind keine Grenzen gesetzt», sagt der Unternehmer.

Keine Kinderarbeit

Olivier Ziegler zeigt sein Lieblingsstück, den grünen Sonaghuly Luribaft aus Indien. «Grün, die heilige Farbe des Propheten Mohammed, eine Teppichfarbe, die man fast nicht findet», erzählt er. Der blau- und puderfarbene Nain aus dem Iran, aus feinster Lammwolle und Seide, gleicht dem orientalischen Himmel in einer Moschee. Durch seine Tiefenwirkung besticht der Isfahan mit Seide eines Meisterknüpfers, reichlich versehen mit Paradiesvögeln und Blumen. Olivier Ziegler betont, dass keine Teppiche aus Kinderarbeit stammen. Seine Einkaufstouren führen ihn persönlich in die Knüpfschulen und Familien.

Einer Vogelperspektive gleich wirkt der Luribaft aus dem Iran, bunt und trotzdem voller Harmonie. Die leuchtenden kleinen Felder enthalten die alten Symbole wie Pfau als Zeichen der Schönheit und Reinheit, den glücksbringenden Lebensbaum, Pflanzenmotive. Effektvoll zeigen sich die «Vintage» aus Pakistan, die aus alten Teppich-Fragmenten zusammengenäht und neu eingefärbt zu einem ausdrucksstarken Ganzen werden. Der Vielfalt der pflanzlich eingefärbten, modernen wie klassischen Unikate, die je nach Lichteinfluss anders leuchten, sind keine Grenzen
gesetzt.

Farbiges und Freches

Grenzenlos erscheinen aber auch die Ideen des Ausstellungsgestalters André J. Weber. Seine Kombinationen erstaunen: Die originellen Wandleuchten, der frech überzogene antike Stuhl, die geflochtenen farbigen Stühle, der grüne Tablett-Apérotisch, die glänzenden Osterhasen, die dunkelroten Hortensien, gelben Callas, weissen Orchideen. Selbst die Kerzenhalter in der Kapelle – in Pink, Orange, Lila, Gelb – vertragen sich mit dem kleinen China-Seiden-Teppich mit 2,9 Mio. Knoten pro Quadratmeter.

Im Cheminéeraum orientieren Parkettmuster über die grosse Auswahl an Hölzern und deren Oberflächenbehandlungen.

Ausstellung Schlösschen Vorder-Bleichenberg Biberist bis So, 7. April; geöffnet Mo bis Fr 15 bis 20 Uhr, Sa 13 bis 17 Uhr, So 11 bis 17 Uhr. Führungen: Mi und Fr 18.30 Uhr. Rahmenprogramm unter www.zieglerbodenbelaege.ch.