Bellach

Zerstörter Wohnwagen: Für Ehepaar Imholz fallen die Ferien ins Wasser

Das Ehepaar Imholz ist bestürzt und wütend. In ihren Wohnwagen wurde eingebrochen. Nun ist er mit Fäkalien verschmutzt, stinkt nach Urin und es herrscht ein wirres Durcheinander. Das Ehepaar hofft nun nur noch auf eine bessere Asylpolitik.

«Der Wohnwagen ist uns mehr Wert, als er kostet», erklären Trudy und Peter Imholz. Am letzten Sonntag brachen acht Asylbewerber in drei Wohnwagen ein (wir berichteten). Einer gehört dem Ehepaar. Seit 2007 stellen sie ihr Gefährt auf den Winterabstellplatz im Bereich der Bahnhofstrasse und «noch nie ist etwas passiert», sagt Trudy Imholz. Der Wohnwagen ist mit Fäkalien verschmutzt, es stinkt nach Urin und es herrscht ein wirres Durcheinander. «Offensichtlich haben sie mehrere Tage darin gewohnt. Mitgenommen haben sie nichts», erklärt Trudy Imholz.

Vor neun Jahren hat das Ehepaar mit dem Reisen begonnen, hauptsächlich in Europa. Als «junge Alte» bezeichnen sich Trudy und Peter Imholz. Das Wohnwagenfieber packte das Ehepaar erst im höheren Alter. «Spät, dafür aber umso mehr. Über 45 000 Kilometer haben wir in den letzten vier Jahren zurückgelegt». Auch die nächsten Ferien waren schon geplant. Der Einbruch machte einen Strich durch die Rechnung. «Wir sind einfach wütend. Für uns ist es nicht nur Einbruch, sondern Vandalismus. Wir haben nichts dagegen, wenn Asylbewerber in die Schweiz kommen und um Hilfe bitten. Aber wenigstens sollen sie sich korrekt verhalten. Die Asylpolitik ist einfach zu lasch», meint Trudy Imholz.

Neue Pläne schmieden

«Sie haben uns in einer Lebensphase getroffen, in der wir eigentlich noch gut einige Jahre weiterreisen könnten», sagt Trudy Imholz. Einen neuen Wohnwagen zu kaufen, ist für das Ehepaar bislang noch kein Thema. Ihn behalten wollen sie wohl auch nicht. «Wir werden ihn reinigen lassen und wieder auf Vordermann bringen. Dann werden wir sehen», erklärt Peter Imholz. «Wir haben schon Schlimmeres erlebt», bilanziert das Ehepaar. Es hofft jedoch, dass bezüglich der Asylpolitik einiges in Gang gesetzt wird und sich solche Vorfälle zukünftig vermeiden lassen.

Warum die acht Asylbewerber in die Wohnwagen eingebrochen sind, ist noch unklar. Tatsache ist, dass es sich um Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung handelt. Die Ermittlungen sind laut Kantonspolizei am Laufen.

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