Damit wird konkret, was jahrelang als Vision in einigen Köpfen herumgeisterte. Nämlich dass in Matzendorf nicht nur Einfamilien- sondern Mehrfamilienhäuser entstehen können, am liebsten im Dorfkern. Vor gut anderthalb Jahren klärte die Gemeinde mit einer Umfrage ab, wie gross der Bedarf an Wohnungen wäre. Es stellte sich klar heraus, dass dieser sehr wohl vorhanden ist, denn die Antworten kamen postwendend. Es handle sich dabei um ernsthafte Interessenten, sagte damals Gemeindeschreiber Armin Kamenzin.

Dass die Gemeinde die Abklärungen vornahm, liegt daran, dass sie vor Jahren die Rösslihostett, das Areal zwischen dem Restaurant Rössli und dem inzwischen abgerissenen Bezirksschulhaus, gekauft hatte. Das Land wurde in die Zone für öffentliche Bauten eingeteilt, um allenfalls Schul- und Sportstätten bauen zu können. Nach dem Bezug des neuen Kreisschulhauses und dem Entscheid, neben dem Kirchgemeindehaus eine Turnhalle zu bauen, bestand kein Grund mehr, die Rösslihostett frei zu halten. Sie wurde entsprechend umgezont und die Idee einer Überbauung war geboren.

Umgetauft in Rösslimatte

Erste Projekte für eine Überbauung überzeugten zu wenig. Doch beim aktuellen steht die Gemeinde als Baurechtsgeberin voll dahinter und realisiert in Zusammenarbeit mit einer Baugesellschaft, die nun den Namen Rösslimatte trägt, in einer ersten Etappe drei Gebäude mit total 28 Wohnungen. Die Gesellschaft besteht aus der Sensato AG und der Rectimo AG, ausführend ist das Forum A Architekten, Herzogenbuchsee.

Gewünscht ist, dass sich in den je acht Eigentums- und Mietwohnungen sowie zwölf Kleinwohnungen eine Bevölkerungsschicht aus Familien, jungen Paaren, Singles und Senioren bildet. Neben zeitgemässem Komfort sollen die Mieter von kostenpflichtigen Dienstleistungen wie Reinigungen oder Mahlzeiten profitieren können. Zwölf Wohnungen werden altersgerecht gestaltet, also schwellenlos und hindernisfrei. Der Bezug von Wohnungen ist für Ende 2012 vorgesehen. (wak/mgt)

Info: www.casa-roesslimatte.ch