Ungewöhnlich früh traf man gestern Morgen Kinder und Jugendliche auf den Strassen von Günsberg an. Es wurde trotz kleiner Regenschauer geplaudert, gelacht, und diskutiert.

Grund dazu gab das Seifenkistenrennen, welches am Dorffest stattfand. Für das Rennen am Nachmittag wurden bereits am Morgen die ersten Trainingsläufe durchgeführt, weshalb um 10 Uhr zehn Fahrzeuge samt ihren Fahrern am Start bereitstanden.

Auch die ersten Schaulustigen warteten am Rand der abgesteckten Rennbahn, um die Seifenkistenpiloten zu unterstützen. «Wir sind extra gekommen, um uns die Seifenkisten einmal anzuschauen», sagte Bianca Lebus, die mit ihrem Mann René Lebus und Sohn Max zum ersten Mal am Dorffest war.

Nicht zum ersten Mal am Fest, dafür aber das erste Mal als Fahrer einer Seifenkiste mit dabei waren Chiara Sterki und Max Frey, beide 15 Jahre alt. Während Chiara ein Fahrzeug von einem Freund zur Verfügung gestellt bekam, hat Max seines sogar selbst gebaut. «Gemeinsam mit einem Kollegen haben wir die Seifenkiste im Rahmen eines Schulprojekts gemacht. Heute ist aber das erste Mal, dass wir sie an einem Rennen fahren», freut er sich.

Neuer Standort hat sich bewährt

Nebst dem Seifenkistenrennen lockte das Dorffest auch mit einigen anderen Attraktionen. «Auch zum Rennen ‹Dr schnäuscht Günschbiger› kamen zahlreiche Besucher, ebenso wie zu den Konzerten der Musikgesellschaft am Freitag und am Samstag», berichtete Fredy Weber, Leiter des OK.

Und während sich vor allem die jüngeren Besucher über den Lunapark und das Kinderschminken freuten, kamen andere auch einfach wegen der guten Atmosphäre. So freute sich Sibylle Guldimann darauf, Leute anzutreffen, die sie seit längerem nicht mehr gesehen hat. Therese Sterki bemerkte nicht nur die gemütliche Stimmung, sondern auch, dass sich der neue Standort bewährt habe.

Statt wie üblich an der Schulhausstrasse fand dieses Jahr ein Teil des Dorffestes nämlich beim Werkhof und dem Kirchgemeindehaus statt. «Dies, weil einige Räumlichkeiten an der Schulhausstrasse nicht verfügbar waren. Mit der Lichterkette, die wir nun aufgehängt haben, findet dennoch jeder den Weg durchs Festgelände. Ich finde, es ist eine sehr gute Alternative», so Fredy Weber.

Doch nicht nur mit dem neuen Standort, auch mit dem Dorffest allgemein zeigte sich Weber zufrieden. «Natürlich ist es schade, hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt, wie wir und das gewünscht hätten. Allerdings ist das Ziel eines solchen Festes ja auch immer, dass die Vereine ein bisschen was verdienen, und ich denke, das hat auf jeden Fall funktioniert.»

Josef Schär, Verantwortlicher im Schützenzelt, doppelt nach: «Nachdem wir am Freitagabend nicht ganz so viele Besucher hatten, war am Samstagabend volles Haus. Dank musikalischer Unterhaltung herrschte eine super Stimmung.»