Lüterkofen
«Wir haben immer rund 120 bis 150 Jugendliche, die das Angebot nützen»

Bereits zum 17. Mal wird die Lehrstellenbörse durchgeführt. Im Laufe der Jahre hat sie sich deutlich verändert, erfreut sich aber weiterhin grosser Beliebtheit. Hinter dem Anlass stehen die FDP und ein ehrenamtlich arbeitendes Organisationskomitee.

Rahel Meier
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Verena Meyer-Burkhard ist Teil des Organisationskomitees.

Verena Meyer-Burkhard ist Teil des Organisationskomitees.

Felix Gerber

Entspricht die Lehrstellenbörse immer noch einem Bedürfnis?

Verena Meyer-Burkhard: Als wir die Börse zum ersten Mal durchführten, gab es viele Lehrlinge und wenig Lehrstellen. Heute ist es genau umgekehrt. Aber das Bedürfnis nach Information und nach dem Knüpfen von Kontakten – das ist geblieben und die Börse deshalb nach wie vor gut besucht. Wir haben immer rund 120 bis 150 Jugendliche und deren Eltern, die das Angebot nützen.

Wer steht hinter der Lehrstellenbörse?

Eigentlich ist es die FDP, die den Anlass lancierte, aber im Grunde genommen ist es vor allem ein ehrenamtlich arbeitendes Organisationskomitee, das den Anlass seit Jahren auf die Beine stellt. Neben mir sind das Christian Oppliger, Andrea Burkhard, Heinz Bucher und Christine Ryser. Neu sind jetzt auch Ruedi Meister, der Präsident des Bucheggberger Gewerbeverbandes, Helen Wyss und Reto Berger mit dabei. Und so wie es aussieht, wird der Gewerbeverband die Organisation ab nächstem Jahr übernehmen.

Welche Betriebe machen mit? Nur das Bucheggberger Gewerbe?

Nein, das sind ganz verschiedene Firmen und Institutionen. Selbstverständlich sind Bucheggberger Gewerbebetriebe da. Aber daneben auch Grossbetriebe, wie etwa die Itema aus Zuchwil, Stryker aus Selzach, die Post, die Solothurner Spitäler AG oder die Kantonspolizei. Insgesamt sind es immer zirka 40 bis 45 Betriebe.

Wer soll angesprochen werden?

Vor allem die Achtklässler und deren Eltern. Auch Siebtklässler sind willkommen. Wir haben gemerkt, dass sich die Jugendlichen seriöser informieren, wenn ihre Eltern mit dabei sind.

Wie erfahren die Jugendlichen von der Lehrstellenbörse?

Unser Flyer, der übrigens seit vielen Jahren gleich aussieht, geht in alle Haushaltungen im Bucheggberg. Zudem werden auch die Schulleiter der Oberstufen im Wasseramt und natürlich die Schulleitung der Oberstufe im Bucheggberg informiert.

Haben Sie Rückmeldungen über den Anlass?

Dass der Gewerbeverein nun die Organisation übernimmt, ist eigentlich Rückmeldung genug. Das Bedürfnis, sich in einer ungezwungenen Atmosphäre informieren zu können, ist gross. Letztes Jahr kam es übrigens zum ersten Mal vor, dass sich ein Betrieb bei uns meldete, der sich präsentieren wollte. Und heuer sind wieder neue Betriebe dazugekommen.

Die 17. Ausgabe

Die Lehrstellenbörse findet heute Montag von 19 bis zirka 21.45 Uhr in der Mehrzweckhalle in Lüterkofen statt. Verena Meyer-Burkhard führt mit einem Kurzreferat ins Thema ein. Danach folgt ein 15-minütiges Referat zu Thema «Lehrabbruch – warum». Anschliessend können die Jugendlichen sich selbstständig vor Ort umsehen. (rm)

Gibt es Jugendliche, die an der Lehrstellenbörse eine Lehrstelle finden?

Das kann ich so nicht sagen. Der Hauptgrund ist nicht, Lehrstellen zu vermitteln. Die Jugendlichen sollen sich vor allem informieren, Kontakte knüpfen und vielleicht eine Schnupperlehre vereinbaren können.

Hat sich die Lehrstellenbörse mit den Jahren verändert?

Oh ja. Früher haben wir ein langes Referat gehalten. Und dann gemerkt, dass das den Jugendlichen zu viel ist. Heute beschränken wir uns auf Kurzreferate. Dafür haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Bewerbungsdossiers zu zeigen und eine sachliche Rückmeldung dazu zu erhalten. Sie können auch fiktive Bewerbungsgespräche und Telefongespräche mit den Lehrmeistern führen. Zum Thema ist auch die Kleidung geworden. Die Lehrmeister sagen gerne, was sie von Käppis auf dem Kopf und in den Kniekehlen hängenden Hosen halten.