9-Jähriger schwer verletzt
Wie kann der «Bipperlisi»-Unfallort sicherer gemacht werden?

Die Betroffenheit ist gross, nachdem ein 9-Jähriger vom Zug erwischt und eingeklemmt wurde. Schule und Gemeinde hoffen auf mehr Sicherheit am Unfallort. Aber der mögliche Spielraum dafür sei begrenzt, heisst es beim Bahnbetreiber.

Florian Schmitz
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Nachdem tragischen Unfall von gestern, als ein Zug in Aarwangen einen 9-jährigen Buben erfasste und schwer verletzt hat, stellt sich die Frage, wie der Unfallort sicherer gemacht werden kann. "Es ist sehr gefährlich! Vor allem mit dem Zug, man weiss nie was passiert", sagt Claudia von Arx zu "Tele M1". Damit die Schulkinder sicher durch den Verkehr kommen, stehen sie und andere Eltern beim Fussgängerstreifen Wache.

Der Gemeindepräsident von Aarwangen, Kurt Bläuenstein, hofft, dass die Sicherheit jetzt verbessert wird und die Gemeinde nicht erst auf die geplante Ortsumfahrung warten muss, die ohne Einsprachen im besten Fall in zehn Jahren fertig sein wird. "Es ist sein sehr gefärhlicher Abschnitt, gerade dort wo der Unfall passiert ist. Man wird jetzt schauen müssen, ob man gewisse Arbeiten vorziehen kann", sagt Bläuenstein.

Die Unfallstelle ist nur mit zwei Tafeln gesichert: Blinklicht, Geländer oder Barriere sucht man vergeblich. "Wir würden sehr gerne die Schiene von der Strasse trennen, aber wir haben schlicht und ergreifend keinen Platz", sagt Ueli Herren, stellvertretender Direktor bei Aare Seeland mobil, dem Betreiber des "Bipperlisi". Die Vorgaben des Bunds seien am Unfallort aber erfüllt.

Der 9-Jährige überquerte beim Unfall einen Fussgängerstreifen ohne Eltern-Patrouille. "An den Elternabenden weisen wir immer wider darauf hin, dass man nur Übergange nimmt, wo eine Patrouille steht", sagt Schulleiter Ueli Herren. Aber man könne nicht jedem Kind nachlaufen. Laut Gemeindepräsident Bläuenstein erlitt das Kind beim Unfall mehrere schwere Brüche, ist aber ausser Lebensgefahr.