Zwei Monate vor dem Urnengang sind Gegner der «Megafusion» mit einem Communiqué an die Öffentlichkeit getreten. Demnach befürchten sie unter anderem einen Abbau der direkten Demokratie, wenn Gemeindeversammlungen durch ein Gemeindeparlament ersetzt werden. Zudem drohten eine Aufblähung des Verwaltungsapparats und ein Identitätsverlust der Ortschaften.

In einzelnen Gemeinden hätten sich bereits Gegenkomitees gebildet, heisst es im Communiqué. In Niederbipp, Oberbipp, Wangen an der Aare, Wangenried und Wiedlisbach hätten die Gegner ihre Argumente für die demnächst erscheinende Abstimmungsbotschaft formuliert. Abgestimmt wird zudem auch in Attiswil, Farnern, Rumisberg, Walliswil bei Niederbipp, Walliswil bei Wangen und Wolfisberg.

Die Gegner der Megafusion räumen ein, dass Fusionen sinnvoll sein können – «zum Beispiel dann, wenn eine Gemeinde ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann». Doch im vorliegenden Fall plane man eine Grossfusion, ohne dass man zuerst Zusammenschlüsse in kleinerem Rahmen – etwa innerhalb der Kirchgemeinden – geprüft habe.

Die Stimmberechtigten der elf Gemeinden nehmen am 24. September an der Urne Stellung. Damit die Fusion weiterverfolgt wird, braucht es nicht die Zustimmung aller Gemeinden. Die fusionswilligen Gemeinden müssen aber zusammen mindestens 11'000 Einwohner haben. So hat es die Interkommunale Arbeitsgruppe letzten Herbst beschlossen.