Feldbrunnen-St.Niklaus

Wettbewerbsprojekt übersteigt genehmigten Kredit um 700'000 Franken

Das Projekt «Wohnen am Dorfplatz». Dafür haben die Stimmbürger 6 Millionen Franken genehmigt.

Das Projekt «Wohnen am Dorfplatz». Dafür haben die Stimmbürger 6 Millionen Franken genehmigt.

Das vom Architekturbüro dsar vorgestellte Projekt «Wohnen am Dorfplatz» soll 6,7 Millionen Franken kosten. Das sind 700'000 Franken mehr, als die Einwohner von Feldbrunnen-St.Niklaus genehmigt haben.

«Wohnen am Dorfplatz» kann ganz unterschiedlich aussehen, dies präsentierten an der letzten Gemeinderatssitzung in Feldbrunnen auch die Architekten des Unternehmens «dsar».

Ob mehr oder weniger Parkplätze, eine Erhöhung der Wohnungszahl, die Streichung der Attika - Wohnungen oder die mehrmalige Verlegung der Zufahrtsrampe der Tiefgarage - die Kosteneinsparnisse sind minim. Genau dies hat der Gemeinderat jedoch gefordert: Kostenoptimierung. Das vom Architekturbüro vorgestellte Bauprojekt, das aus dem Wettbewerbsprojekt hervorgegangen ist, übersteigt die Summe von sechs Millionen noch um weitere 700 000 Franken.

«Sechs Millionen jedoch», so Jean-Pierre Simmen, Präsident der Kommission «Wohnen am Dorfplatz», «wurden vom Volk als Kredit für dieses Bauprojekt im Vorfeld bewilligt. Daran müssen wir uns halten.»

Nach all den präsentierten Variationen scheint es jedoch schwer, ohne groben Qualitätsverlust die Marke von sechs Millionen zu unterbieten, versuchten die Architekten zu verdeutlichen. Auch Gemeindepräsidentin Anita Panzer wies auf das Problem hin: «Wir haben einerseits die Wettbewerbskonditionen zu erfüllen und andererseits uns an den vereinbarten Preis zu halten. Es stellt sich nun die Frage, ob dieses Projekt überhaupt zu diesem Preis realisierbar ist.»

Der Gemeinderat ist sich einig, auch Adrian Zbinden unterstützt dies mit seinen Worten: «Wir müssen uns an die Wettbewerbsvorgaben halten, denn dies ist es, was das Volk will. Und dem muss man Rechnung tragen.»

Die Rentabilität bei der späteren Vermietung der Wohnungen wird je nach Bauvariante unterschiedlich sein. Bauherrenberater Pascal Steiner rät, dies auf die nächste Kommissionssitzung auszurechnen und am 2. Juni dem Gemeinderat erneut vorzulegen.

Baulinie überschritten

Es gibt jedoch noch andere baufreudige Bürger in Feldbrunnen: Der Eigentümer der Firma Rust Gartenbau in Feldbrunnen möchte unter anderem gerne um sein eigenes und sein gemietetes Grundstück einen Zaun errichten lassen.

Dieser und ein angefragtes Tor werden vom Gemeinderat bewilligt, nicht so aber seine extern geplanten Büroräumlichkeiten. Durch Überschreitung der Baulinie wird dieser Standort und somit das Baugesuch vom Gemeinderat zurückgewiesen.

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