Ab einer Spende von 8 Franken darf man auf die Party, ab 80 Franken ist der Eintritt sogar gratis und der Sponsor wird im Abspann des Films genannt. Regisseur Giacun Caduff und 19 Mitstreiter absolvieren am 4. Juni den 7,8 Kilometer langen Gempenlauf. Als Sponsor kann man ein Kilometergeld - im Minimum einen Franken - auf einen selbstgewählten Läufer oder Läuferinnen setzen.

Der Gempenberg wurde laut dem Regisseur ausgewählt, weil dort die Szene 91 gedreht wurde. Darin überholt Carlos Leal auf einem Motorrad mit einer Beifahrerin im String ein Postauto und verletzt damit gleich zwei seiner «20 Regeln für Sylvie».

Ein weiterer Bezug zu der Gemeinde Gempen findet sich in der Vergangenheit des Regisseurs. «Ich selbst komme aus Gempen und habe dort bereits 1997 für meinen ersten Film gedreht», so Caduff. «Als ich die Bewilligung für mein neues Projekt einholte, hat man sich auf dem Amt sogar noch daran erinnert.»

Der Film, der im Herbst in die Kinos kommt, erzählt von einem Vater (Leal), der seiner Tochter Sylvie (Viola von Scarpatetti) zum Studienbeginn 20 Regeln mitgibt: keine Drogen, kein Sex, kein Schlammringen zum Beispiel. Zur Kontrolle reist er ihr heimlich in die Stadt nach - und bricht die Regeln gleich selber.

Teaser zum Film 20 Regeln für Sylvie

Regisseur Caduff, der sein Handwerk in Hollywood unter anderem als Praktikant von John Malkovich erlernte, weiss, wie man mit Kleinstbudgets umgeht: Vor Drehbeginn absolvierte er den Engadiner Skimarathon als Sponsorenlauf, die Requisiten besorgte er in Brockenhäusern, als Mitarbeiter rekrutierte er Idealisten, die für ein Handgeld arbeiten. (SDA / jvi)

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