Subingen

Wasserrad-Idee findet viel Sympathie

Ungefähr in diesem Bereich des Sagibachs stand früher die Alte Sägerei, die mit Wasserkraft betrieben wurde.

Ungefähr in diesem Bereich des Sagibachs stand früher die Alte Sägerei, die mit Wasserkraft betrieben wurde.

Im Sagibach, bei der alten Sägerei, wurde früher Wasserkraft genutzt. Nun steht die Idee im Raum, dort wieder ein Wasserrad zu errichten. Der Gemeinderat zeigte sich interessiert.

Eine Privatperson hat angeregt, im Sagibach, am Standort der Alten Sagi, wieder ein Wasserrad zu errichten. Dazu braucht es aber ein Baugesuch und die Zustimmung der kantonalen Behörden, denn die Gewässer gehören dem Kanton. Eine Voranfrage beim Kanton hat aufgezeigt, dass der Wiederaufbau Folgen nach sich zieht. Weil der Sagibach am betreffenden Ort stark verbaut ist, kann die Planung aus fischereilicher Sicht weiterverfolgt werden. Aus Sicht des Ortsbildschutzes steht dem Wiederaufbau ebenfalls nichts im Weg. Eine abschliessende Beurteilung sei aber erst mit dem Vorliegen eines konkreten Projektes möglich. Aus Sicht der Abteilung Wasserbau kann ein Wasserrad am beabsichtigten Standort aufgebaut werden, da dort eine Aufwertung des Gewässers aufgrund der Lage und der Platzverhältnisse kaum möglich ist. Der Kanton fordert aber, dass als Kompensation gleichzeitig ökologische Aufwertungen vor Ort und in angrenzenden Abschnitten des Baches vorzusehen wären.

Die Idee stiess im Gemeinderat auf viel Wohlwollen. «Viele Betriebe in Subingen waren früher von der Wasserkraft abhängig», erinnerte Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold seine Ratskollegen. Das Wasserrad bei der Alten Mühle stehe noch, sei aber schlecht unterhalten. Die Widerlager für das Wasserrad beim Sagibach seien noch vorhanden, so Ingold weiter. Quer durch alle Fraktionen war man sich einig, dass die Idee und die Kostenfolgen vertieft abgeklärt werden sollten. Danach könne man erneut diskutieren. Man könnte sich auch vorstellen, das Wasserrad mit Sponsorenbeiträgen zu reaktivieren.

Nicht weiter subventionieren

Neben der Hochdruckwasserversorgung werden in Subingen zusätzlich zwei Quellen betrieben: Der Widlibrunnen mit 112 Nutzern und die Hirserenbrunnenquelle mit 12 Nutzern. Letztere sollte nach dem Willen des Gemeinderates in eine Genossenschaft überführt werden, da es nicht Aufgabe der Gemeinde sei, eine Quelle zu betreiben. In einer Zusammenkunft aller Brunnenbesitzer zeigte sich, dass die Gründung einer Genossenschaft wegen der wenigen Mitglieder wohl eher schwierig wäre. Es wurde gewünscht, dass die Gemeinde die Oberaufsicht über die Quelle behalten und die Brunnenbesitzer alle Arbeiten finanziell abgelten würden.

«Wir können nicht nur die Hirserenbrunnenquelle übernehmen. Wir müssten das auch mit dem Widlibrunnen machen», so Ingold. Laut Finanzverwalter Roland Kummli müsste neu in der Spezialfinanzierung der Bereich «Niederdruck» aufgenommen werden. Würde die Abrechnung künftig so laufen, dann müssten die Nutzer des Niederdruckwassers mit einem höheren Preis rechnen. Nicht nur wegen des Aufwandes in der Verwaltung, sondern auch wegen der Kontrollen durch den Brunnenmeister oder für allfällige Arbeiten an den Leitungen. «Bisher hat der Hochdruck den Niederdruck subventioniert», so Ingold.

Der Gemeinderat entschied einstimmig, auf die Gründung einer Genossenschaft zu verzichten und einen neuen Vorschlag zuhanden der Brunnenbesitzer auszuarbeiten.

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