Umwelt

Wasseramt ist weniger wasserreich als angenommen

Emme

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Im Wasseramt werden pro Sekunde werden durchschnittlich 3600 Liter Grundwasser neu gebildet. Pro Jahr entstehen so 115 Millionen Kubikmeter Grundwasser. Das ist weniger als bisher angenommen.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Solothurner Amts für Umwelt. Es hat die Daten mittels umfassenden Felduntersuchungen ermittelt und mit Hilfe von einem nummerischen Grundwassermodells erhoben und ausgewertet.

Danach stammt praktisch die Hälfte des Grundwassers aus dem unterirdischen Zufluss vom unteren Emmental, ein Drittel wird durch das Versickern von Emme- und Bachwasser gebildet, der Rest stammt aus den Niederschlagsversickerungen im Untersuchungsgebiet.

Ein Viertel ist Trinkwasser

Fast 70 Prozent des Grundwassers «fliessen» in die Oberflächengewässer. Ein Viertel des Grundwassers wird als Trinkwasser in den Kantonen Bern und Solothurn genutzt.

Das Grundwasser strömt nach diesen Daten sehr langsam. Er fliesst pro Tag nur wenige Meter. Der Strom ist mehrheitlich zwischen 2 und 20 Metern breit. Er kann vereinzelt aber 60 Meter erreichen.

Die heutige Grundwassernutzung kann laut Amt für Umwelt kaum noch gesteigert werden, ohne grössere Absenkungen des Grundwasserspiegels oder verminderte Speisungen der Bäche und der Emme mit Grundwasser zu bewirken. Um so wichtiger sei es daher, zum Wasser Sorge zu tragen.

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