Balsthal

Was passiert, wenn das Solardach brennt?

Solarenergie liegt im Trend. Der Informationsbedarf ist entsprechend gross

Solarenergie liegt im Trend. Der Informationsbedarf ist entsprechend gross

Wie soll ich Photovoltaikanlagen reinigen? Was geschieht, wenn es brennt? Und wie kann ich die Panels wieder entsorgen? Auf solche und andere Fragen gab es in Balsthal eine Antwort. Das Interesse war grösser als erwartet.

Unübersehbar war am Anlass von Region Thal und der Gemeinde Balsthal im Kultursaal Haulismatt, dass trotz herrschendem Boom noch ein Informationsmangel besteht. Nicht nur Fabian Müller, Balsthaler Gemeinderat, war überwältigt: «Es ist natürlich schön, dass so viele Besucher gekommen sind, dass wir sogar zusätzliche Stühle aufstellen mussten.»

Was ist, wenn es brennt?

Vier Aspekte wurden in Vorträgen speziell beleuchtet. Thomas Jäggi, EES Jäggi-Bigler AG, lieferte Zahlen und Fakten, klärte über die verschiedenen Systeme auf und zeigte, wie eine Anlage überhaupt funktioniert. Schliesslich erwähnte er auch einen umstrittenen Punkt: Sicherheit für die Feuerwehr. Müsste diese nämlich ein brennendes Haus mit einer Photovoltaikanlage löschen, und würde vorher den Strom nicht ausschalten, könnte dies zu einem Stromschlag führen. «Ich glaube, dieses Problem wird man wohl national mit einem obligatorischen Feuerwehrschalter regeln», sagte Jäggi.

David Borer von der Energiefachstelle des Kantons erklärte, wie es um Förderbeiträge von Bund und Kanton steht. Daniel Kammermann von der Regio Energie Solothurn erläuterte, wie das von ihnen angebotene Sorglospaket funktioniert, und schliesslich stellten Brigit Wyss und Daniel Lehmann von der OptimaSolar die Möglichkeit vor, als Genossenschafter aktiv zu werden, «da alle an der Energiewende teilhaben sollen».

Von Reinigung und Lebensdauer

Wer noch Fragen hatte, konnte diese an Infoständen stellen und erhielt Auskunft von Fachpersonen. So konnten auch die eingangs gestellten Fragen beantwortet werden. Wie kann man eine Anlage oben auf dem Dach reinigen? «Es ist gar nicht nötig die Anlage zu reinigen», lautete die schlichte Antwort von Brigit Wyss. Auch die Entsorgung nach der Lebensdauer der Anlage von ungefähr 30 Jahren sei kein Problem, weiss Daniel Lehmann: «Ein Modul besteht zu 95 Prozent aus Silicium und enthält absolut keine giftigen Stoffe. Aktuell ist man aber dabei, einen Recyclingkreislauf aufzubauen, damit man die wertvollen Stoffe auch weiterverwenden kann.»

«Wir fanden es gut, dass man so ausführlich informiert wurde und und uns die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigte», lautete der Kommentar des Ehepaars Oehler aus Derendingen. Und auch der Architekt Rainer Germann aus Welschenrohr zeigte sich zufrieden: «Es war ein interessantes Thema, welches natürlich auch die Gesamtbevölkerung betrifft und auch immer mehr in der Architektur eine Rolle spielt.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1