Holderbank
Was das Projekt «Zukunft Holderbank» bisher brachte

Mit dem Projekt «Zukunft Holderbank» hat sich die Gemeinde im Jahr 2009 selber einen Impuls gegeben. Das Dorf soll mehr Lebensqualität bekommen. Einiges wurde bereits umgesetzt, anderes ist schon geplant, oder aber löste heftige Diskussionen aus.

Alois Winiger
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Ansicht des Dorfplatzes Holderbank
13 Bilder
Blick von einer Bushaltestelle zur andern
Aus der Perspektive eines Frosches
Autodach als Gestaltungselement
Rundgang durch den Dorfplatz Holderbank (SO)
Geometrisch wirkender Vordergrund 2
Stützpfosten und Schatten als Gestaltungselement
Keine echten Reben, sondern Schmuck
Bsetzisteine als prägendes Detail
Offener Platz mit Parkfeldern und Haltestelle
Wenn sich die Front im Autodach spiegelt
Zahlreiche Bäume sind gesetzt worden
Was so ein schmuckes Geländer ausmacht

Ansicht des Dorfplatzes Holderbank

Hanspeter Bärtschi

Mit dem Projekt «Zukunft Holderbank» hat sich die Gemeinde im Jahr 2009 selber einen Impuls gegeben. Das Dorf soll mehr Lebensqualität bekommen. Die Bevölkerung wurde nach Bedürfnissen und Wünschen befragt, die dann von einer Arbeitsgruppe nach Machbarkeit gefiltert wurden.

Einiges konnte umgesetzt werden, so ein Mittagstisch für Schüler sowie einer für Senioren, eine Mitfahrgelegenheit, ein Ehrenplatz und ein Poesieweg für den einheimischen Dichter Ueli Hafner. Auch ein Jugendtreff wurde eröffnet, wobei dort das Interesse bereits wieder etwas abgeflaut ist, wie der Dorfzytig zu entnehmen ist. Nun darf der Raum einmal im Monat auch von Kindern ab der fünften Klasse genutzt werden.

Friedlich nach Wortgefechten

Sehr deutlich verändert hat sich der Dorfplatz, wenn auch nicht direkt aufgrund des Projekts Zukunft. Er befindet sich jetzt nicht mehr hinter der Liegenschaft mit Restaurant Eintracht und Denner-Satellit, wie auf den Plänen eingezeichnet, sondern davor, parallel zur Kantonsstrasse. Friedlich wirkt er, alle scheinen zufrieden zu sein mit dem Resultat. Dabei ist seine Entstehungsgeschichte von bösen Wortgefechten gezeichnet.

Die Gemeindebehörden hatten sich ursprünglich für einen autofreien Platz der Begegnung mit Brunnen eingesetzt. Die Gelegenheit sei günstig, die Arbeiten liessen sich gleichzeitig mit jenen ausführen, die der Kanton vorhatte: Erneuerung von Hauptstrasse und Eindolung des Augstbaches, der unter dem Dorfplatz hindurchfliesst. Allerdings müsste die Gemeinde für Extras bei der Gestaltung selber aufkommen. Es erwuchs heftiger Widerstand, man brauche keinen Luxus, sondern vor allem Parkplätze, wurde gewettert. Die Variante, wie es der Kanton vorschlage, sei besser und vor allem günstiger.

Umbau der Uhrenfabrik

Für diese Variante entschied sich dann die Mehrheit der Gemeindeversammlung. An vorderster Front für Parkplätze gekämpft hatten Fritz Aeschlimann und Lydia Bussmann vom Restaurant Eintracht. «Wir sind zufrieden», sagen sie. Schade sei nur, dass es keine längsseitigen Parkfelder mehr gebe für die Lastwagenzüge. Zufrieden zeigt sich auch Dora Bader vom Denner-Satellit. Doch nur was den Platz angeht, sonst hat sie Sorgen.

Neues entstehen soll am westlichen Ende des Dorfplatzes, bei der alten Uhrenfabrik sowie auf dem dahinterliegenden Areal Husmatten. Dieses soll bebaut und die Uhrenfabrik umgebaut und umgenutzt werden können, die Pläne liegen bis 3. Februar auf. «Konkrete Interessenten gibts noch keine», sagt Gemeindepräsident Urs Hubler. «Die Planauflage ist wir ein weiteres Zeichen dafür, dass etwas geht in Holderbank.»