Drei unterschiedliche Kulturen – Mongolische Pferde, Brunnenthaler Aprikosen und Bucheggberger Geschichten – alle an einem Ort: Auf dem Zieglerhof in Brunnenthal entpuppte sich die zweite Erlebnistour von Pro Buechibärg zum Volltreffer. Ein Grossaufmarsch von 130 Personen wollte mehr über die angepriesenen Themen erfahren.

Seit 2009 ist André Ziegler Herr über den Zieglerhof, auf welchem er intensiv Obstbau betreibt. Kirschen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Pflaumen, Pfirsiche und neu Aprikosen wachsen auf mehreren Hektaren. Ob das Klima nicht das falsche für Aprikosen sei, werde er oft gefragt, eröffnete der 27-Jährige seine Ausführungen auf den Plantagen. «Stimmt, aber die Menschen überleben auch alle, ob sie sich in der Wüste oder in Alaska aufhalten», führte er vor Augen. «Es ist eine Frage der Züchtung, unsere Arbeit ist ein bisschen Pionierleistung.»

Verschiedene Sorten würden getestet, um schliesslich die geeignetste Pflanze herauszutüfteln. «Das geht nicht von heute auf morgen, es ist keine Erfindung», machte der Jungunternehmer klar. Alles, was an den Bäumen des Zieglerhofes hängt, wird direkt ab Hof und auf dem «Buechibärger Märit» verkauft. Einzig 60 Prozent der Kirschenernte gehen an einen Grossverteiler.

Zucht von besonderen Pferden

René Zieglers Schwester Stefanie ist für die Zucht von Mongolischen Pferden verantwortlich. «Eine Rarität, von welcher es in Europa im Moment nur etwa 40 Stück gibt», schwärmte die 29-Jährige, die sich in den Ferien von dieser Rasse überzeugen liess. «Die Pferde eignen sich sehr gut fürs Freizeitreiten. Sie sind äusserst wendig und bequem zum Reiten, weil sie mit ihren kurzen Beinen kleine Schritte machen und daher wenig Bewegung im Rücken verursachen.» So zählte sie im «Roundpen», dem runden, eingezäunten Übungsplatz, die Vorteile auf. Die auffallend lange Mähne und der Schweif würden in der Mongolei für Zeltmaterial verwendet.

In der Scheune des Zieglerhofes erfuhren die Besucher, dass es nirgendwo schöner ist – die meisten wissen es wohl schon – als im «Buechibärger Ländli». Viele überlieferte Geschichten und Gedichte, theatralisch vorgetragen von Schauspielerin Silvia Jost, erzählen davon. Etwa «Mys Buechibärg» von Schriftsteller Alexander Schluep-Weyeneth. Für einige Anwesende hörbar Erinnerungen weckend, amüsierten die Gedichte über den «Munimärit» und das «Theater im Dorf». Gemütlich ging es in der Scheune für die Besucher bei Wurst und Trank weiter. In Ableitung eines vorgetragenen Gedichts etwa so: «Früh wollten wir uns machen auf die Socken, der Geist war willig, aber das Fleisch blieb hocken.»

Dritter Treffpunkt: Donnerstag, 25. Juli, 18.30 Uhr Waldhaus Biezwil (Regionalhistoriker und Jagdhund, zwei sensible Spürnasen). Anmeldung: info@buechibaerg.ch oder 079 874 77 70.