In der Mitteilung wird informiert, dass die Sperrung der Strasse sistiert ist. Soll bis in einem halben Jahr keine Lösung einer gemeinsamen Kommission erarbeitet werden können, will man aber auf den Entscheid der Sperrung zurückkommen.

Dieser Vorgehen sei nach einer eingehenden Diskussion zwischen dem Gemeinderat von Feldbrunnen und der Gemeinderatsdelegation aus Riedholz gewählt worden. Die Vorarbeiten für die Sperrung der Strasse würden im Moment gestoppt.

Viele Themen ansprechen

Die beiden Gemeinderäte bilden eine Kommission, die sich erneut mit der Problematik der Strassensanierung befassen soll, und die versucht innerhalb eines halben Jahres eine befriedigende Lösung für beide Gemeinden zu finden. Die Grösse der Kommission sei noch nicht bestimmt.

«Aber sie soll relativ klein bleiben», so Peter Kohler, Gemeindepräsident von Riedholz. In den Gesprächen stünden laut Mitteilung Sicherheit, Durchgangs- und Fluchtverkehr, Überbauungen in Oberriedholz, Ausbau der Waldturmstrasse durch Riedholz, Naherholungsraum für beide Gemeinden und finanzielle Beteiligung von Riedholz an den Sanierungskosten der Riedholzstrasse im Vordergrund.

In beiden Gemeinden ist zudem die neue Ortsplanungsrevision in Arbeit. Impulse könnten auch von dieser Seite kommen und mithelfen, Lösungen für das umstrittene Vorhaben zu finden. Kohler präzisiert: «Zur Ortsplanungsrevision gehört ein räumliches Leitbild.

Dieses definiert beispielsweise, wie die Erschliessung der Quartiere erfolgen soll und das wiederum hat Auswirkung auf die Diskussion um die Riedholzstrasse.» Die wichtigste Frage sei aber schon, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Feldbrunnen allenfalls ihren Beschluss zurücknimmt.

Für Feldbrunnen nicht einfach

«Das ist für Feldbrunnen nicht einfach, und da müssen wir schon Argumente liefern.» Dass eines der wichtigsten Argumente, eine Beteiligung an den Sanierungskosten ist, verschweigt Kohler nicht.

Am meisten Sorgen macht Rolf Studer, Gemeindepräsident von Feldbrunnen, der Fluchtverkehr. «Viele Autofahrer versuchen Zeit zu gewinnen, indem sie die Ampeln in Solothurn via Sportplatz Riedholz und Riedholzstrasse umfahren und danach durch die Quartiere Solothurns auf die Bielstrasse gelangen.»

Auch beim Schloss Waldegg müsse er feststellen, dass das Fahrverbot auf der Strasse zum Schloss zu oft missachtet wird. «Nein, der Ball ist nicht nur bei Riedholz, wir müssen gemeinsam eine Lösung suchen, wenn die Riedholzstrasse offen bleiben soll», antwortet Studer auf die entsprechende Frage. Sollten aber innerhalb des kommenden halben Jahres keine für beide Gemeinden befriedigende Vorschläge und Anträge möglich sein, wird das Projekt Sperrung wieder im Vordergrund stehen.