Balmberg

Vorbereitungen auf Winterbetrieb läuft auf Hochtouren

Hoch auf dem Mast werden die Anlagen kontrolliert und für den Betrieb vorbereitet.

Hoch auf dem Mast werden die Anlagen kontrolliert und für den Betrieb vorbereitet.

Die Sportanlagen auf dem Balmberg werden auf den kommenden Winterbetrieb vorbereitet. Auch ein neues Pistenfahrzeug steht bald bereit. Fehlt nur noch der Schnee und die passenden Temperaturen.

Der erste Schnee der Saison ist bereits wieder weg. Die Sonne scheint warm auf dem Balmberg, das Nebelmeer und die Alpen bieten einen atemberaubenden Anblick. Im Wald bei der Passhöhe ist Ruhe eingekehrt: der Seilpark macht Winterpause. Für Bele Schmid, seit 20 Jahren Betriebsleiter der Sportanlagen Balmberg, ist es an der Zeit, die Skilifte auf Vordermann zu bringen.

Die gesamte Vorbereitungszeit daure drei bis vier Wochen, erzählt Schmid. «Wir müssen den Kinderlift aufstellen und die drei Bügellifte warten.» Aus Sicherheitsgründen macht man sich zu zweit ans Werk. Hoch über dem Boden werden die Rollen, die sogenannten Batterien, geschmiert, die Schrauben überprüft, die Gummis an den Rollen und die Sicherheitsanlage kontrolliert.

«Bei der Sicherheitsanlage handelt es sich um Bruchstäbe, die bei jedem Mast beidseitig befestigt und an einem Stromkreislauf angeschlossen sind», erläutert der Betriebsleiter. «Wenn das Stahlseil, das die Bügel führt, von einer Rolle fällt, geht der Stab kaputt, der Kreislauf wird unterbrochen und die Anlage steht still.»

Wenn die Kontrollen abgeschlossen sind, werden alle Bügel an den Seilen angebracht, die Pistenmarkierungen und Absperrungen aufgestellt, die Matratzen an den Bäumen befestigt – «und dann warten wir auf den Schnee.»,

Tellerlift gibt zu tun

Am aufwendigsten ist das Aufstellen des Kinderlifts. Dazu nehme man drei Leute, einen Gabelstapler und einen Traktor. Mit dem Stapler werden die vier Masten zu den Betonverankerungen, die fix im Hang eingebettet sind, transportiert. Dort werden sie auf einer Seite am Sockel befestigt und in Schräglage gebracht. Mit einem Stück Holz stützt man den Mast. Dann werden die Batterien befestigt und das Stahlseil durchgeschlauft, an dem später die Teller hängen werden. Am Ende zieht der Traktor mittels eines Seils die Masten hoch, die dann mit Bolzen am Betonsockel fixiert werden.

Ob sich der ganze Aufwand lohnt? Bele Schmid klettert von einem Mast herunter, die Fettspritze in der Hand. Vor zwei Jahren habe man eine schlechte Saison gehabt. Nur etwa zehn Tage lang seien die Lifte in Betrieb gewesen. Die vergangene Saison war mit 56 Tagen um einiges besser, Schnee lag genügend. «Doch es kamen verhältnismässig wenige Skifahrer, wegen der Kälte.»

Feiertage wären wichtig

«Damit ein Winter rentiert, sollte es am Besten bei Sonnenschein und 30 Grad schneien, dann sind die Bedürfnisse aller Kunden befriedigt.» Der Betriebsleiter grinst und erklärt dann: «Optimal ist, wenn es Anfang Dezember viel Schnee gibt, damit man sauber planieren kann, und dann über Weihnachten und Neujahr die Sonne scheint.» Bele Schmid ist zuversichtlich. Das alte Pistenfahrzeug hat er ausgemustert und ersetzt. «Nicht durch ein neues, durch ein anderes», sagt er. Durch ein Occasionsfahrzeug, das beim nächsten Schnee mit einem Lastwagen hochgebracht wird. «Das alte war etwa 17-jährig und es gab dafür fast keine Ersatzteile mehr auf dem Markt.» Das Risiko sei einfach zu gross gewesen. Denn: «So ein Fahrzeug geht nicht im Sommer kaputt, sondern im Winter, wenn viel Schnee fällt und man es dringend braucht.»

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