Bellach
Vor allem qualitativ gutes Wachstum fördern

Der Bellacher Gemeinderat hat das räumliche Leitbild diskutiert. Er hat die Gebiete Dorfmatt und Grederhof Ost als Entwicklungszonen definiert. Damit ist der erste Schritt für die neue Ortsplanung getan.

Rahel Meier
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Das Gebiet Grederhof Ost wird als Entwicklungszone definiert.

Das Gebiet Grederhof Ost wird als Entwicklungszone definiert.

Rahel Meier

Das Gebiet Dorfmatt und der Grederhof Ost (mit dem neuen Bahnhof) sind die wichtigsten Entwicklungszonen der Gemeinde Bellach. Zusätzlich sollen Baulücken im Turbenloch, im Winkel West, an der Breitenfeldstrasse Ost, im Mühlacker und an der Terrassenstrasse aufgefüllt werden. Dies ist so nachzulesen im räumlichen Leitbild 2012. Das Leitbild definiert aber nicht nur die künftige Siedlungsentwicklung. Es nimmt auch Stellung zur Entwicklung der Bevölkerungszahl, zur Landwirtschaft oder zur Wirtschaft.

Bevölkerung wirkt mit

Das räumliche Leitbild wurde von einer Spezialkommission unter der Leitung von Gemeinderat Beat Späti (FDP) und mithilfe von Martin Eggenberger (Planteam S) erarbeitet. «Wir haben versucht, bereits mit dem Leitbild konkrete Strategien für Bellach zu entwickeln, die dann in der Ortsplanung umgesetzt werden», so Martin Eggenberger am Dienstagabend im Gemeinderat. Dieses Vorgehen habe man bewusst gewählt. Denn beim räumlichen Leitbild kann die Bevölkerung mitwirken und ihre Vorstellungen aktiv einbringen. Die Ortsplanung ist danach Sache des Gemeinderates. Sie wird zwar noch öffentlich aufgelegt, aber äussern können sich nur noch direkt Betroffene.

Die Gemeinde Bellach strebt bis ins Jahr 2030 ein Bevölkerungswachstum auf rund 6000 Einwohner an (Stand Ende 2011 5181). Bereits heute habe die Gemeinde ein breites, sehr unterschiedliches Angebot an Wohnmöglichkeiten. Dazu kommen die Naherholungsgebiete mit der Aare, dem Jura und dem Bellacherweiher. Ganz wichtig sei die Entwicklung eines Dorfzentrums im Gebiet Dorfmatt. Dort soll ein Ort der Begegnung und des Aufenthaltes entstehen. Ob Ladenflächen oder Wohnnutzung - ein Qualitätsverfahren soll die optimale Nutzung aufzeigen. Die beiden bestehenden, historischen Dorfkerne sollen langfristig ebenfalls aufgewertet werden.

Nach Grenchen oder Solothurn orientieren

Das räumliche Leitbild wurde im Gemeinderat Seite um Seite besprochen. Dabei wurden vor allem Details verändert. So legte der Gemeinderat Wert darauf, dass die Formulierungen im Leitbild so gewählt sind, dass Bellach sich sowohl nach Solothurn als auch nach Grenchen hin orientieren kann. Mit dem öffentlichen Verkehr beispielsweise. Klar festgelegt wurde auch, dass künftige Wohnüberbauungen qualitativ hochwertig sein sollen.

Die Arbeitsplatzgebiete sollen, wenn immer möglich, im südlichen Teil der Gemeinde konzentriert werden. Emotionen gab es beim Thema «Ortseinfahrt». Diese sollen gestaltet und aufgewertet werden.
Das räumliche Leitbild geht nun zur Vorprüfung an den Kanton und gleichzeitig in die öffentliche Mitwirkung.