Subingen
Vor allem junge Uruguayer sollen profitieren

Pablo Manitto, Maria de Lima , Pablo Lecor und Hans-Ruedi Bortis besuchten diese Woche Subingen. Ziel des Besuchs war es, den Partnerschaftsvertrag, der letzten April unterschieben wurde, zu konkretisieren.

Rahel Meier
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In der Regiomech: Informationen für Hans-Ruedi Bortis (2.v.l.), Maria de Lima und Pablo Manitto (4.v.l.)

In der Regiomech: Informationen für Hans-Ruedi Bortis (2.v.l.), Maria de Lima und Pablo Manitto (4.v.l.)

Rahel Meier

Pablo Manitto (Generalsekretär Departamento de Colonia), Maria de Lima (Bürgermeisterin Nueva Helvecia), Pablo Lecor (Berater der Stadt Nueva Helvecia) und Hans-Ruedi Bortis (Schweizer Botschafter in Uruguay) besuchten diese Woche Subingen.

Der erste Tag war dem ersten und wohl am einfachsten ausführbaren Projekt gewidmet. Die Bürger- und die Einwohnergemeinde Subingen möchten ein Altersheim in Nueva Helvecia unterstützen.

Die Subinger machten sich im April dieses Jahres ein Bild vor Ort und zeigten sich beeindruckt, mit wie wenig finanziellen und technischen Mitteln das Heim geführt wird.

«Auf einem einfachen und veralteten Holz-Kochherd werden dreimal täglich über 50 Mahlzeiten zubereitet, für uns ist dies schier undenkbar», so Gemeindepräsident Hans-Ruedi Ingold. Man stellt sich deshalb vor, dass das Heim mit einer einmaligen Spende unterstützt werden könnte.

Daneben gibt es aber auch die Idee, Kühlgeräte und einen modernen Kochherd zu finanzieren. «Es soll den Menschen vor Ort dienen.» Maria de Lima und Pablo Manitto zeigten sich beeindruckt von der Heim-Küche des «Kontiki» in Subingen. Auch die Schulküche im OZ13 wurde besichtigt.

Austausch und Berufsausbildung

Ein zweites Partnerschaftsprojekt wird mit der Regiomech in Zuchwil realisiert werden. Hierbei soll es Jugendlichen aus Uruguay ermöglicht werden, in der Regiomech ein Praktikum zu absolvieren.

Während eines bis dreier Monate könnten die Lehrlinge sich in den Fachrichtungen Mechanik, Gastro, Hauswartung, Logistik, manuelle Fertigung, Malerei, Administration oder im Bereich Kaufmann und Kauffrau ausbilden lassen.

Die Reisekosten müssten von den Jugendlichen getragen werden, die Unterkunft würde in Gastfamilien erfolgen. Für die Finanzierung dieser beiden Projekte würden auch Spenden gesammelt und Serviceklubs eingespannt.

Auch die Regiomech, ihre Räumlichkeiten und der Maschinenpark beeindruckte die Delegation aus Uruguay. Der Umgang mit fremdsprachigen Menschen ist dort ebenfalls Alltag, wie Geschäftsführer Ignaz Moser erklärte.

Ambitiöses Projekt

Nach dem Besuch in der Regiomech wurde die Delegation von einem Teil des Regierungsrates empfangen. Für das dritte Partnerschaftsprojekt erhoffen sich die Offiziellen aus Uruguay und aus Subingen nämlich auch Hilfe vonseiten des Kantons. Schliesslich habe der Kanton seinerzeit Urs Josef Ingold nach Uruguay abgeschoben.

Im Zentrum dieses dritten Projektes steht die Berufsausbildung für Lehrlinge in Uruguay. Es herrscht ein Mangel an Fachkräften. Oft seien die Lehrmeister bereits schlecht ausgebildet und könnten so auch nur wenig Fachwissen an ihre Lehrlinge weitergeben, bestätigt Botschafter Hans-Ruedi Bortis.

Die Behörden in Uruguay müssten deshalb geeignete Räumlichkeiten finden. Die Schweiz würde mithelfen, einen geeigneten Maschinenpark aufzubauen. Mithilfe von Lehrmeistern aus der Schweiz könnten sich dann Lehrlinge in Uruguay selbst in einer Art Praktikum weiterbilden.

«Dieses Projekt ist sehr ambitiös und auch sehr kostspielig», dessen ist sich Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold bewusst. Die Idee als solche wurde aber von der Delegation aus Uruguay mit viel Interesse aufgenommen. Peter Amsler, der seit fünf Jahren in Uruguay wohnt, und früher einen Betrieb in Bellach hatte, würde sicher bei der Realisation mithelfen.

Die Uruguayer nehmen nun diese Ideen mit nach Hause. Maria de Lima bedankte sich für die Aufnahme in Subingen. Sie hatte bereits Quinto und den Kanton Freiburg besucht. Auch mit diesen Orten und Kantonen bestehen seit der 150-Jahr-Feier freundschaftliche Verbindungen.

Besuch aus Uruguay bei der Solothurner Regierung
18 Bilder
 Interessiert sehen sich die Gäste die verschiedenen Ausbildungsplätze an
 Noch kurz vor dem Besuch der Delegation tagte der Regierungsrat
 Die Gäste freuen sich über die musikalische Unterhaltung der Musikgesellschaft Subingen
 Die Musikgesellschaft Subingen spielt für die Gäste aus Uruguay
 Das zweite Projekt ist ein Ausbildungsprogramm für uruguayische Jugendliche, in Zusammenarbeit mit der Regiomech
 Gruppenbild vor der Regiomech, in der Mitte das Willkommensplakat
 Die Gäste aus Uruguay hören interessiert zu
 Gespräche beim Apéro im Steinernen Saal
 Die Amtskollegen Andreas Eng und Pablo Manitto
 Subingens Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold hofft, dass auch der Kanton einen Beitrag an eines der Partnerschaftsprojekte leistet
 Besuch in der Regiomech in Zuchwil, hier im Nebengebäude, wo die Staplerfahrkurse statfinden
 Pablo Lecor mit dem urugayischen Nationalgetränk, Mate
 Landammann Peter Gomm spricht über den Kanton Solothurn
 Ein weitere Abteilung in der Regiomech
 Botschafter Hans-Ruedi Bortis wirbt für Uruguay
 Staatsschreiber Andreas Eng erzählt über die Regierungsratssitzungen und das Öffentlichkeitsprinzip
 Auch im Rathaus in Solothurn ist der Besuch angekündigt

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