SPI Planer und Ingenieur AG
Vor 50 Jahren hat die Erfolgsgeschichte der Ingenieursfirma begonnen

Die SPI Planer und Ingenieure AG aus Derendingen feiert heuer ihr 50-Jahr-Jubiläum. Die Firma von Stahlhochbau bis Energie und Kommunikation in zahlreichen Bereichen tätig.

Rahel Meier
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Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter feiern das Jubiläum.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter feiern das Jubiläum.

Hansjörg Sahli

Ursprünglich als Einzelfirma gegründet entwickelte sich aus dem Unternehmen von Marcel Spichiger ein Betrieb mit heute 18 Angestellten. 40 Jahre lang prägte der Derendinger Ingenieur die Firma. Er hatte unter anderem in Chicago studiert und war am Technikum im Burgdorf als Dozent tätig. Im Jahr 2004 trat Spichiger aus gesundheitlichen Gründen aus dem Betrieb aus. Schon 1994 aber wurden die damaligen Kadermitglieder Otto Jost, Alexander Roesti und Daniel Schreier in die Geschäftsleitung einbezogen und die Firma zur Aktiengesellschaft umgestaltet.

So wie sich die Firmenform veränderte, wurden auch die Bereiche, in denen die Firma tätig ist, laufend angepasst. Marcel Spichiger war spezialisiert auf Statik und Stahlbetonhochbau. Schon bald kam der Bereich Tiefbau dazu. Parallel dazu entwickelten sich weitere Abteilungen: die Raumplanung, die Planung von Verkehrsanlagen oder Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft. Die Firma führt dazu Informationssysteme und Kataster für Gemeinden. Als Letztes kam vor zwei Jahren der Bereich «Energie und Kommunikation» dazu.

Verankert in der Region

Die Firma SPI Planer und Ingenieure AG ist in der Region stark verankert. Das zeigt sich auch darin, dass die öffentliche Hand ein wichtiger Arbeitgeber für die Firma ist. «Viele unserer Mitarbeiter sind nicht nur Fachleute, sondern auch in politischen Gremien in ihren Wohngemeinden oder in Vereinen tätig», erklärt Alexander Roesti. Er, Daniel Schreier und Christian Sigrist sind heute die Geschäftsleitungsmitglieder der Firma. «Wir legen zudem Wert darauf, dass wir unsere Kunden umfassend beraten und unterstützen können», so Roesti weiter. Nur so, meinen er und Daniel Schreier übereinstimmend, sei es möglich, heute als Firma zu überleben. Die Konkurrenz in der Region Solothurn sei gross.

«Unsere Firma hat eine optimale Grösse», sagen die Geschäftsleiter. Die 18 Mitarbeitenden (inklusive zweier Lernender) teilen sich 15 Vollzeitstellen. «Dass das Firmenklima gut ist, beweisen unsere Angestellten. Einige von ihnen sind mehr als 40 Jahre mit dabei», so Roesti, der selbst auch schon seit 1982 in der Firma tätig ist. Damit habe sich auch viel Wissen angesammelt. Gerade bei Bauarbeiten in einer Gemeinde sei dies Gold wert. «Wir haben ein grosses Archiv und viele Pläne aufbewahrt.» Zudem hätten sich die Mitarbeitenden mit den Jahren auch im Baurecht viel Wissen angeeignet.

Wichtig ist für die Geschäftsleitung zudem, dass sich alle Mitarbeiter gegenseitig vertreten können und einander helfen. Es gebe Fachbereiche und Spezialisten, und der Tiefbau sei die grösste Abteilung. Aber es sei nicht so, dass ein Bereich wichtiger sei als der andere. «Heute ist es sowieso wichtig, zu diversifizieren.

Flache Hierarchie als Anreiz

Wenn ein Unternehmen 50 Jahre alt wird, dann ist auch ein Blick in die Zukunft nötig. Alexander Roesti und Daniel Schreier möchten in zehn Jahren kürzertreten. «Wir sind überzeugt, dass wir mit Christian Sigrist einen guten Partner in der Geschäftsleitung haben.» Die Schwierigkeit bestehe nun darin, weitere junge Berufsleute in die Firma zu holen und sie aufzubauen. «Oft kommen ehemalige Lernende wieder zurück zu uns», so Sigrist. Die Firma habe eine flache Hierarchie und schlanke Strukturen. «Alle haben Verantwortung zu tragen in ihrer täglichen Arbeit.»

Das Jubiläum wird am kommenden Freitag gefeiert. Alle Angestellten, auch die Pensionierten und geladene Gäste werden zusammen auf das 50-jährige Bestehen anstossen. Zum Jubiläum hat sich die Firma eine neue Homepage und eine neue Firmenbroschüre geschenkt.